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Bürgersprechstunde : „Das müssen wir in die Hand nehmen“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

50. Bürgersprechstunde von Ministerpräsident Erwin Sellering gestern in Güstrow

Der Güstrower Horst Arndt kämpft gegen das Sterben der Kleingärten in der Region. Deshalb kam das Vorstandsmitglied des Kreisverbandes der Gartenfreunde gestern ins Güstrower Rathaus, um sein Anliegen Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) vorzutragen. Arndt bat um Fördergelder zur Renaturierung leer stehender Anlagen. Sellering hörte aufmerksam zu und nannte das Sterben der Kleingärten ein „politisches Problem“. „Das müssen wir in die Hand nehmen und müssen es zugleich im nächsten Haushalt berücksichtigen“, sagte er zu. Bei seiner 50. Bürgersprechstunde nahm sich der Ministerpräsident gestern in Güstrow zahlreichen Problemen an. Insgesamt hatte er 17 Gesprächstermine.

Die Themen der Güstrower Gespräche reichten von der Situation älterer Bürger über soziale Probleme bis hin zu Belangen von Menschen mit Behinderung. „Auch Tiermastanlagen auf dem Land wurden angesprochen“, sagte Sellering. Für jedes Gespräch nimmt er sich eine Viertelstunde Zeit. „Manchmal kann ich ganz konkrete Tipps geben, andere Dinge nehme ich als politische Anregungen mit nach Schwerin“, so der Ministerpräsident. Bürgersprechstunden hatte er u.a. schon in Bützow und Krakow am See. In Güstrow war es die erste.

Im Dezember 2008 hatte Sellering erstmals zu einer Bürgersprechstunde eingeladen. Mehr als 1200 Menschen im Land haben bisher diese Möglichkeit zum persönlichen Gespräch mit dem Regierungschef genutzt. „Das Wichtigste an der Bürgersprechstunde ist die Begegnung mit den Menschen, die Information aus erster Hand“, betonte der Ministerpräsident gestern in Güstrow. „Wichtig ist mir auch, Leute kennen zu lernen, die sich im Ehrenamt vor Ort für die Menschen einsetzen.“

Die fast monatliche Sprechstunde führte Sellering unmittelbar nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten im Herbst 2008 ein. Für die Gespräche nahm er sich fast 260 Stunden Zeit.

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