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Güstrower Anzeiger

23. November 2017 | 19:48 Uhr

Müllkippe : Das Müllhaus von Kassow

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Der Unrat türmt sich seit Jahren vor einem leerstehenden Haus an der Kreisstraße 14 – SVZ hakt nach

Wer hier vorbei kommt, der bekommt das Schaudern. Müllsäcke, Alt-Reifen, Autositze, Matratzen und allerhand anderer Unrat türmen sich vor einem leerstehenden Haus an der Kreisstraße 14 unweit von Kassow. Seit etwa 15 Jahren kennt Kassows Bürgermeister Hans-Joachim Lang dieses Problem nun schon, doch in den vergangenen Wochen sei dort noch deutlich mehr Müll hinzu gekommen, bestätigt Lang der SVZ.


Erbin reagiert weder auf Gemeinde noch Amt


„Wir haben schon mehrfach versucht Kontakt zu den Erben aufzunehmen, aber das ist schwierig. Die sind in alle Winde zerstreut und bisher hat niemand reagiert“, erklärt der Bürgermeister. Resignieren wolle er aber nicht, denn dieser illegale Müllablageplatz sei kein Dauerzustand. Deutlich ist hier eine Schneise zu erkennen. Täter befahren die Zufahrt des Grundstücks, legen ihren Unrat links und recht des Weges ab und machen sich wieder aus dem Staub. „Wir bleiben dran und auch das Ordnungsamt des Amtes Schwaan ist eingeschaltet“, verspricht Lang.

„Die Vermüllung des leerstehenden Hauses ist uns hinlänglich bekannt“, bestätigt Schwaans Ordnungsamtsleiter, Axel Bast. Es handele sich um mehrere Erben, von denen eine namentlich bekannt ist. „Diese Erbin haben wir im November 2013 erstmals kontaktiert. Sie wurde mehrfach aufgefordert, dass sie ihr vermülltes und unzureichend gesichertes Grundstück beräumen und absichern soll. Doch bislang blieben unsere Schreiben ohne Erfolg“, schildert Axel Bast die Situation.

Sollte sich der Zustand des Grundstücks nicht ändern, drohen den Erben Bußgelder. Obwohl Handlungsbedarf besteht, seien dem Ordnungsamt unterdessen jedoch die Hände gebunden. „Es handelt sich um ein Privatgrundstück – eingreifen können wir nur, wenn eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit besteht. Beispielsweise durch Ratten, von denen eine Seuchengefahr ausgeht“, so der Ordnungsamtsleiter, der nach wie vor bestrebt ist, die weiteren Erben ausfindig zu machen.

Im Bereich des Amtes Schwaan ist das kein Einzelfall, doch hilft meist schon die Kontaktaufnahme zu den Eigentümern, um schnelle Abhilfe zu schaffen. Gerne würde Bürgermeister Lang den Schandfleck in seiner Gemeinde selbst bereinigen und einen Zaun ziehen, doch dafür fehlt ihm schlichtweg das Geld.

 

 

 

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