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Güstrower Anzeiger

18. Dezember 2017 | 14:08 Uhr

Lüssow : Das Lächeln ist zurück

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Gemeinde Lüssow wieder zuversichtlich, wenn es um die Umwandlung der Sportbaracke in ein neues Gemeindezentrum geht

svz.de von
erstellt am 09.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Bei Lüssows Bürgermeister Wilfried Zander ist das Lächeln zurück, denn mit der Sanierung der so genannten Sportbaracke zu einem Gemeindezentrum soll nun doch in diesem Jahr begonnen werden.

Rückblende: Als unsere Zeitung Lüssow im Januar besuchte, erzählte Zander, der nicht als Jammer-Typ bekannt ist, dass die Gemeinde trotz 2,4 Millionen Euro Schulden in diesem Jahr auch gern wieder etwas anpacken möchte. Und zwar den Umbau der Sportbaracke zu einem Gemeindezentrum. „Es geht los, wenn die Fördermittel kommen. Der Antrag ist gestellt und wir werden rund 60 000 Euro Eigenleistungen erbringen“, hatte Zander damals frohlockt. Aber als ob er etwas ahnte, räumte er auch ein: „Ich glaube nicht, dass das Vorhaben noch in diesem Jahr fertig wird.“

Dieses Bauchgefühl bestätigte sich nicht nur, sondern daraus wurde ein kräftiger Dämpfer als das Land kürzlich der Gemeinde mitteilte, dass es mit der Förderung überhaupt nicht klappt. Damit war klar: Ohne Förderung keine Sanierung. Der Bürgermeister ließ aber nicht locker und verdeutlichte in einer Amtsausschussrunde die Bedeutung des Projektes. Das muss den Schweriner Geldgebern im Vergabeausschuss des Konsolidierungspaketes doch zu denken gegeben haben, denn wie „aus heiterem Himmel“ kam kurze Zeit später die Zusage, dass doch der Förderzuschuss gezahlt wird.

Insgesamt kostet das Projekt rund 186 000 Euro. Das Land gibt eine Förderung von 130 000 Euro. Die Gemeinde zahlt 56 400 Euro Eigenmittel. „Ich freue mich, dass wir dieses Kultur-, Sport- und Freizeitzentrum ausbauen können“, sagt ein zufriedener Wilfried Zander. Deshalb packt er auch all seinen Optimismus in diese Aussage: „Jetzt haben wir die Aufgabe, das noch in diesem Jahr hinzubekommen.“ Zander weiß auch, was zuerst erledigt werden soll: die Flure und die Kabinen.

Die Sanierung kann sich die Gemeinde auch trotz der Schulden, die zum größten Teil auf dem großen Wohnungsbestand basieren, leisten. Das sagt Peter Schultze, Kämmerer des Amtes Güstrow-Land. Das Problem ist der Finanzhaushalt, der laut Planung nicht ausgeglichen ist. Peter Schultze hofft aber, dass das durch einen erhöhten Kassenkredit (wie ein Dispokredit im Privaten) bereinigt werden kann.

Dass es nun doch etwas mit dem für Lüssow recht anspruchsvollen Vorhaben wird, passt in die zahlreichen Feierlichkeiten dieses Jahres in der Gemeinde. Denn in Lüssow wird 875 Jahre Lüssow, 65 Jahre Fußball in Lüssow, 35 Jahre Landsportgemeinschaft (LSG) Lüssow, 10 Jahre Grundschule und 25 Jahre Schule in Lüssow gefeiert. Das meiste soll in das Programm des Dorffestes am 28. und 29. Juni gepackt werden. Die ersten Absprachen sind getroffen. Besonders der Kultur- und Sozialausschuss der Gemeindevertretung ist in der Spur. Mitmachen sollen vor allem alle Vereine und Kulturgruppen. Wilfried Zander: „Ich stelle mir einen bunten Zug durchs Dorf vor. Bei 470 Ehrenamtlern in der Gemeinde sollte das keine Schwierigkeit sein.“


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