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Silvesterlauf Güstrow : Das alte Jahr mit einem Lauf verabschiedet

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

40 Enthusiasten umrundeten an Silvester den Inselsee. Das Sportereignis ist seit den 70er-Jahren Tradition.

svz.de von
erstellt am 01.Jan.2017 | 21:00 Uhr

40 Laufenthusiasten verabschiedeten am Sonnabend beim Güstrower Silvesterlauf das alte Jahr. 16 Kilometer ging es um den Inselsee. Gestartet wurde der Lauf wie immer am ehemaligen Fährhaus. Birger Dedering schickte die Schar mit einer Rakete in die Spur. Der Lauf birgt immer noch die Spontanität in sich, mit der er begann. Den genauen Termin weiß allerdings keiner mehr. Güstrows Lauf-Experte in Sachen Statistik, Marian- Bernd Pries: „Es war in den 1970er-Jahren. Da sind Rudi Senkpiel, Klaus Kiesewetter und ich am Silvester-Nachmittag um den Inselsee gelaufen. Die ersten Raketen gingen meist schon in die Luft, wenn wir zum Jahresabschluss diese Runde drehten.“ Pries und Kiesewetter waren am Sonnabend in Erinnerung an die gute alte Tradition ebenfalls im Pulk, der sich locker im Laufschritt oder per Fahrrad auf den Weg machte. Wie immer angespornt durch die leckeren Berliner aus der Bäckerei von Läufer Dietmar Kriemann, die am Ziel auf dem Parkplatz Goldberger Straße warteten.

Einer, der es sich nicht nehmen ließ, das alte Jahr mit einem Lauf ausklingen zu lassen, war Hanjo Herrmann. An seiner Seite seine laufbegeisterte Lebensgefährtin Ramona Schwareck. Die konnte dieses Mal allerdings nur den Fahrdienst von Bad Doberan, wo beide wohnen, übernehmen. „Locker durchlaufen und das Jahr in der Läufergemeinschaft ausklingen lassen. Das war insofern auch schön für mich, weil ich durch eine Verletzung in den vergangenen Monaten nicht so viele Lauf-Gelegenheiten wahrnehmen konnte“, erzählte der 55-Jährige. Hanjo Herrmann ist seit 1981 mit dem Güstrower Laufsport verbunden. Zu Beginn bei Lok, später beim ETSV und dann im Laufsportverein Güstrow. Er kann von sich behaupten, zu den Urgesteinen der Lauf-Szene in der Barlachstadt zu gehören, auch wenn er Bad-Doberaner ist.

Seine Silvesterlauf-Premiere hatte der Güstrower Frank Mäß. „Ich hatte einfach Lust mitzulaufen“, erläuterte er seinen spontanen Entschluss und ergänzt: „Wenn man die großen Sechs schon mitgemacht hat, sollte der Güstrower Silvesterlauf nicht fehlen.“ Mäß meint damit die Marathon-Läufe in Tokio, London, Boston, Chicago, New York und Berlin, die er zwischen 2008 und 2015 mitgelaufen ist. Eine stolze Bilanz, was ihm auch seine Läufer-Kollegen vom Tri Fun Güstrow, dem er angehört, bescheinigen. Der 60-Jährige läuft seit 2005 regelmäßig, mindestens einmal die Woche zehn Kilometer. „Ein bisschen mehr wird es aber immer dann, wenn ich mich auf einen Marathon vorbereite“, sagt er. Da legt er in den zehn Wochen vor dem Start zwischen 300 und 400 Kilometer zurück. In Erinnerung daran, waren die 16 Kilometer am Sonnabend für ihn ein lockeres Auslaufen am Ende seines Lauf-Jahres.




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