Abschied : Dankbar für Unterstützung

Kann endlich auch wieder lachen: Waltraud Bartel
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Kann endlich auch wieder lachen: Waltraud Bartel

Waltraut Bartel beendet nach Brand Händlerdasein und dankt Kollegen und Kunden für Treue

svz.de von
17. November 2014, 23:00 Uhr

Für Waltraut Bartel gehörten die vergangenen drei Monate zu den schwersten in ihrem Leben. Ein Feuer vernichtete Mitte August ihr Drogerie-Geschäft am Markt 29 und beendete damit ihr Berufsleben gewaltsam zeitiger als geplant. Doch in der Not und vor allem psychischen Belastung stand sie nicht allein da. „Ich habe so viele Briefe, Grüße und Unterstützung erhalten und es gab so viele, die mir in dieser Zeit beigestanden haben, dass ich allen nur herzlich danke sagen kann.“

Besonders überrascht war sie von der Aktion Annegret Drägers. Die Inhaberin des Sportgeschäftes in der Domstraße hatte kurzerhand gesammelt und so Waltraut Bartel zu einem Erholungsurlaub verholfen. „Es war gut, dass ich 14 Tage lang aus Güstrow heraus kam und wirklich abschalten konnte. Dafür bin ich Annegret Dräger und allen die sich daran beteiligt haben, sehr dankbar“, sagt Waltraut Bartel.

26 Jahre lang war die jetzt 63-Jährige Inhaberin der Marktdrogerie und versorgte Kunden mit Pflege- und Kosmetikprodukten ebenso wie mit Wasch- und Putzmitteln. Jetzt hätte sie wegen Sanierung und Umbauarbeiten am Haus sowieso das Geschäft schließen müssen, doch solch ein abruptes Ende wünscht sich wohl kein Unternehmer. Insgesamt arbeitete Waltraut Bartel 47 Jahre als Drogistin. Dieser Beruf habe ihr viel Freude bereitet, sagt sie. Keinesfalls wollte sie so sang- und klanglos gehen, sondern hätte sich gern persönlich bei jedem Kunden einzeln für die Treue bedankt. Noch immer gibt es im Zusammenhang mit nicht mehr existierenden Geschäft viele Dinge zu klären und zu managen. „Seit ich aber zur Ruhe gekommen bin, habe ich erst bemerkt, wie ausgepowert ich eigentlich war“, stellte sie auch fest.

Ihr Fazit nach dem Erlebten fällt trotz der Härte positiv aus. „Entgegen so mancher Meldung habe ich gemerkt, dass es viele Menschen gibt, die an andere denken und Unterstützung geben, wo sie gebraucht wird“, freut sie sich. Von daher sei sie guten Mutes, dass es selbst nach solch einem schweren Schlag weiter gehen kann.

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