Dorfmuseum Lohmen : Dank SVZ zu neuen Exponaten

Für das Erraten der Märchen gibt es von Diana Sulejmanow einen Bonbon.
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Für das Erraten der Märchen gibt es von Diana Sulejmanow einen Bonbon. Fotos: Caroline Weissert

Im Dorfmuseum Lohmen freut man sich über die handgefertigten Märchenfiguren von Elli Lenner – Tochter Gerlind Sender übergab sie als Dauerleihgabe

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25. August 2016, 12:00 Uhr

„Jeden Morgen lese ich nach dem Frühstück die SVZ und da bin ich über einen Beitrag gestoßen, in dem Gerlind Sender die handgefertigten Märchenfiguren ihrer Mutter Elli Lenner (1920-2014) vorstellte und sich wünschte, sie an ein Museum zu geben“, erinnert sich Heinz Koch vom Dorfmuseum Lohmen. Er habe nicht lange überlegt und gleich bei der Seniorin aus Lähnwitz angerufen und sein Interesse bekundet. „Zu meinem Glück hat sie gleich zugesagt“, sagt Koch begeistert.

Es dauerte einige Monate, bis er die Voraussetzungen für die zahlreichen Figuren aus Suralin – einer Knetmasse, die man im Ofen aushärten kann – geschaffen hatte, erklärt Koch weiter. „Uns fehlte eine Vitrine – für die Figuren haben wir extra eine angeschafft“, sagt er weiter. Pünktlich zur Saisoneröffnung zum Museumstag im Mai, waren die Märchenfiguren schließlich an ihrem Platz im Eingangsbereich des Dorfmuseums Lohmen.

„Die Figuren sollten in Sichtweite zum Eingang sein, damit Kinder sie gleich entdecken“, sagt Heinz Koch und fügt hinzu: „Hier steht auch ein Bonbonglas bereit – für jedes erratene Märchen gibt es einen.“ Viele Märchen seien noch lebendig, sagt Museumsmitarbeiterin Diana Sulejmanow, die dreimal in der Woche ehrenamtlich im Museum tätig ist. „Es wird immer fleißig geraten, das beobachte ich oft“, ergänzt sie.

Zur Eröffnung der Sommersaison habe das Museum auch Gerlind Sender eingeladen. „Der Ausstellungsbereich der Figuren ihrer Mutter hat ihr sehr gefallen“, bestätigt Heinz Koch, für den die Exponate genau hier hergehören. Elli Lenner sei eine Volkskünstlerin aus der Region, sagt Koch. Lenner war zuerst in Zehna und später in Güstrow zu Hause. Einige Figuren sind beispielsweise auch mit Kindern in Zehna gestaltet worden – so der regionale Bezug. Noch im hohen Alter war sie in den Kindergärten unterwegs, um gemeinsam mit den Kindern zu basteln oder mit ihren plastischen Figuren Märchen zu erzählen. In Lohmen bleiben diese Erinnerungen nun lebendig. „Sie sind Hingucker hier in unserem Haus – da geht niemand dran vorbei“, sagt Heinz Koch.

Auf rund 1000 Quadratmetern Ausstellungsfläche werden viele Exponate gezeigt, die aus privaten Haushalten und Nachlassen stammen. Überwiegend Objekte aus dem 20. Jahrhundert zu Alltagsthemen und dem Leben in dieser ländlichen Region. Bis zu 600 Besuchen kommen jährlich in das Dorfmuseum im Speicher. Die Schau ist immer dienstags bis sonnabends 15 bis 17 Uhr zu sehen. Zum Tag des offenen Denkmals am 11. September ist das Museum von 14 bis 17 Uhr geöffnet. „Am 3. Oktober gehen wir in die Winterpause“, sagt Heinz Koch.

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