Klecks : Dank Erasmus Güstrow besucht

Gemeinsam unternahmen die Schüler aus fünf Ländern auch einen Ausflug nach Rostock. Fotos: Sina Kowalzik (2)
Foto:
1 von 1
Gemeinsam unternahmen die Schüler aus fünf Ländern auch einen Ausflug nach Rostock. 

Malteser, Iren, Spanier und Italiener zu internationalem Jugendprojekt am John-Brinckman-Gymnasium.

Internationale Freundschaften und Beziehungen werden in der heutigen Zeit immer wichtiger. Um dies zu unterstützen starteten fünf Schulen aus unterschiedlichen Ländern ein großes Projekt. Das Güstrower John-Brinckman-Gymnasium ist eine davon. Darüber hinaus wirken Schulen aus Italien, Spanien, Irland und Malta an dem von der Europäischen Union finanziell geförderten Projekt mit dem Namen „Erasmus+“ mit. Im Dezember besuchten jeweils fünf Schüler aus jedem Land eine Woche die Barlachstadt und wohnten in Gastfamilien. Gemeinsam arbeiteten die Schüler an dem Projektthema „Jobs, jobs everywhere – Which one for me?“

Die Vorbereitungen für den Empfang der Gäste begannen schon Wochen vor der Anreise. „Wir planten viel im Voraus und waren natürlich sehr aufgeregt“, sagten etwa italienische Austauschschüler, allerdings auf Englisch. In Vorbereitung auf dieses Treffen erarbeitete jede Gruppe eine kurze Präsentation ihrer Schule und Heimatstadt. „Außerdem überlegten wir uns eine Idee für eine Mini-Company“, meinten die Iren. Mit der Mini-Company hat es folgendes auf sich: Ein wichtiges Ziel des Projektes ist ein eigenes kleines Produkt, welches mit dem Schulleben zusammenhängen soll. Es muss nicht unbedingt in den Handel gehen, aber ein Prototyp soll am Ende schon herauskommen.

Endlich kam dann der heiß ersehnte Tag der Ankunft. Am Montagabend erreichten die Schüler aus Biella in Italien, aus Venera auf Malta und aus dem spanischen Vic den Güstrower Bahnhof. Erst am nächsten Tag kam der Flieger aus Dublin, Irland. Die Spanier erinnerten sich: „Wir umarmten uns kurz und verbrachten den restlichen Tag bei unseren Gastfamilien.“

Am nächsten Morgen ging es wie gewöhnlich zur Schule, jedoch mit anderem Unterricht. Alle Erasmus-Teilnehmer fanden sich zu internationalen Gruppen zusammen. „Wir erfuhren einiges über die beliebtesten Berufsbranchen der anderen Länder und erarbeiteten neue Mini-Company-Ideen“, erklärten die deutschen Schüler. Auch Vorträge des Bilse-Instituts und der Start-Up-Firma Tweedback durften die Schüler hören. Damit die Malteser, Iren, Spanier und Italiener Güstrow kennen lernen konnten, stellten einige deutsche Schüler das John-Brinckman-Gymnasium vor und organisierten eine Stadttour. Darüber hinaus registrierten sich alle Schüler und Lehrer auf der Internetplattform „e-Twinning“.

Highlight am Mittwoch war das gemeinsame Kochen und Essen im Bilse-Instiut. „Jedes Land kochte ein typisches Gericht, wir natürlich Pasta“, sagte ein Italiener. Die Deutschen fassen den Tag zusammen: „Es war sehr lustig und auch die Kommunikation wurde mit der Zeit immer leichter. Ein Drama war allerdings Ketchup auf den Nudeln der Italiener, die gar nicht begeistert waren“, sagten sie lachend.

Am Donnerstag wurde die Gruppenarbeit weitergeführt und über das endgültige Produkt unserer Mini-Company abgestimmt. Sieger wurde der Vorschlag zur Herstellung eines Stiftes. „Pen to Pencil“, so wurde er genannt, ist ein Multifunktionsstift, einsetzbar als Kugelschreiber, Bleistift und vielleicht Radiergummi. „Die Arbeit in der Schule war nicht zu anstrengend und hat immer Spaß gemacht“, da sind sich alle Schüler einig. Nachmittags fuhren alle nach Rostock und lernten dort ein Stück deutscher Kultur kennen: den Weihnachtsmarkt. „Dieser Trip war der letzte Höhepunkt der Woche, denn Freitagmorgen verlassen wir Güstrow schon wieder“, erzählten die Iren.

Fazit: Diese Woche war ein gelungener Start in die Projektarbeit und half, die zukünftigen Aktivitäten zu planen. Das nächste Treffen ist im Frühling in Dublin.




zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen