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Ehrung durch den DRK-Kreisverband Güstrow : Dank an fleißige Blutspender

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Bei der Auszeichnungsveranstaltung des DRK-Kreisverbandes Güstrow wurde der 69-jährigen Diethard Spielmann besonders geehrt. Denn der Bützower ließ sich bereits stolze 103-mal Blut abzapfen.

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erstellt am 02.Apr.2012 | 09:59 Uhr

Güstrow | Besonders viel Applaus gab es bei der Auszeichnung von verdienstvollen Blutspendern am Sonnabendabend für den 69-jährigen Diethard Spielmann. Stolze 103-mal ließ sich der Bützower bereits je einen halben Liter seines wertvollen Lebenssaftes abzapfen und setzt damit eine nur selten erreichte Marke. Zur Auszeichnungsveranstaltung des DRK-Kreisverbandes Güstrow kam Diethard Spielmann deshalb besonders gerne: "Ich freue mich immer, wenn mein Engagement gewürdigt wird", betont der 69-Jährige, der seine Spender-Karriere nun jedoch beenden muss. "Mein Arzt hat mir geraten altersbedingt aufzuhören. Ich hätte gerne noch weitergemacht", sagt der Bützower, der bereits seit Mitte der 1960er-Jahre regelmäßig Blut spendet, ein bisschen wehmütig.

Ähnlich oft wie Diethard Spielmann ließ sich auch Jürgen Grewe (61), der für 100 Spenden geehrt wurde, den roten Lebenssaft abnehmen. Für den Bützower nimmt neben der Hilfe für andere auch die Überprüfung der eigenen Gesundheit einen wichtigen Stellenwert dabei ein. "Mein Blut ist so regelmäßig unter Kontrolle. Sollte etwas nicht stimmen, bekomme ich sofort Bescheid und könnte reagieren", nennt Grewe einen Grund für sein regelmäßiges Blutspenden.

"Die große Anzahl der Ehrungen freut uns", bedankte sich Peter Struve, DRK-Vorstandsvorsitzender des Kreisverbandes Güstrow, bei den insgesamt 71 Spendern, die am Sonnabendabend der Einladung des DRK gefolgt waren. Struve musste aber auch feststellen: "Seit etwa drei Jahren verzeichnen wir immer weniger Freiwillige, die zu den Blutspendeterminen kommen." Er macht den demografischen Wandel für diese Tendenz verantwortlich. Zu wenig junge Leute wohnen im Landkreis. Verzeichneten die Mitarbeiter des DRK-Blutspendedienstes 2008 noch 7378 verwertbare Blutkonserven im Altkreis Güstrow, waren es im vergangenen Jahr nur noch 6413 Menschen, deren Blut an Bedürftige weitergeben werden konnte. Auch die Zahl der Neu-Spender ist rückläufig. Gab es im Jahr 2008 noch 813 waren es 2011 nur noch 329. Der Rückgang sei dramatisch, so Struve.

Das DRK müsse immer mehr auf die treuen Spender setzen. Zu ihnen gehört auch Doris Guse mit 25 Blutspenden. "Unser Sohn hatte vor einigen Jahren einen schweren Unfall und benötigte Hilfe. Für mich war dies der ausschlaggebende Punkt dafür, dass ich seit 1999 regelmäßig Blut spende", erläutert die 57-jährige Güstrowerin ihren ganz persönlichen Hintergrund. "Ich helfe damit anderen und merke, dass es meinem Körper nach der Blutabnahme besser geht", fügt Doris Guse hinzu. Ähnliche Beweggründe hat auch die Lalendorferin Helga-Maria Lübbe. "Ich freue mich, wenn ich helfen kann", betont die 53-Jährige, die seit 1977 regelmäßig Blut spendet. "Zu DDR-Zeiten habe ich in den Kleiderwerken gearbeitet, wo es zahlreiche Spendentermine gab. Da ich zudem eine sehr seltene Blutgruppe habe, gab es für mich einen zusätzlichen Anreiz", so Helga-Maria Lübbe, die sich nach 75 Blutabnahmen bereits ein neues, ehrgeiziges Ziel gesetzt hat: "Ich möchte auch die Marke von 100 Spenden erreichen."

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