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Güstrower Tafel : Damit auch immer genug Benzin im Tank ist

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Familie Schippmann aus Weitendorf überbrachten gestern Spende von 750 Euro an die Güstrow Tafel

von
erstellt am 08.Jan.2015 | 05:00 Uhr

Eine Spende von 750 Euro übergaben Sigrun und Rolf Schippmann gestern an die Güstrower Tafel. „Damit sie immer Benzin im Tank haben“, erklärt die Weitendorferin. Im vergangenen Jahr konnte die Tafel, auch mit Unterstützung durch eine SVZ-Spendenaktion, ein Kühlfahrzeug anschaffen.

Beim Weihnachtsbaumverkauf auf dem Schippmann-Hof in Weitendorf stand eine Spendendose auf dem Tisch. „Jeder hätte seinen Glühwein auch so trinken können. Viele aber haben gern etwas gegeben“, erzählt Rolf Schippmann. So seien sogar 20-Euro-Scheine in der Dose gewesen. Man hatte von vornherein informiert, dass die Spende wie schon im vergangenen Jahr für die Tafel, ein Verein, der Lebensmittel einsammelt und an Bedürftige weitergibt, gedacht ist.

Mit strahlenden Augen nahmen Gabriele Kempke, Vereinsvorsitzende, und Christine Schörk, Vorstandsmitglied der Tafel, die Spende entgegen. „Wir brauchen das Geld nicht nur für Benzin, wir müssen das Kühlfahrzeug auch noch Monat für Monat abbezahlen“, betont Gabriele Kempke und unterstreicht noch einmal die Notwendigkeit des Fahrzeuges. In den vergangenen Tagen habe man viele Lebensmittelspenden einsammeln können. „Das hätten wir vor Weihnachten gebraucht“, denkt die Vereinsvorsitzende und freut sich aber natürlich auch jetzt darüber. Neben viel Obst, Brot und Wurst könne man auch Fisch und Jogurt verteilen, was nicht oft der Fall wäre. „Selbst Spielsachen haben wir bekommen“, erzählt Gabriele Kempke. Darüber würden sich die Kinder auch nach Weihnachten freuen.


Nach 20 Jahren Schluss mit Baumverkauf


Schippemanns vermarkteten 20 Jahre lang Weihnachtsbäume. Immer sammelten sie auch Spenden für einen guten Zweck und unterstützten damit z.B. die Klinikclowns, die Kindern in Krankenhäusern ein bisschen Freude bringen. Dass man nun zweimal die Tafel bedachte, wollen die Schippmanns auch als Lob und Anerkennung der Arbeit des Vereins verstanden wissen. Sigrun Schippmann, die im Frauenschutzhaus in Güstrow arbeitet, weiß aus eigener Erfahrung, wie unkompliziert und schnell die Tafel z.B. Frauen, die ins Schutzhaus kamen, geholfen hat. „Bei der Tafel ist das Geld an der richtigen Stelle“, stellt Sigrun Schippmann fest und möchte sich bei allen Spendern bedanken.

Ein Dankeschön sagen die Schippmanns auch einer Kundschaft, die man über Jahre lieb gewonnen habe. „Aber es war definitiv das letzte Jahr“, sagt Sigrun Schippmann. Nach 20 Jahren ist Schluss mit dem Weihnachtsbaumverkauf. Das Land, auf dem die Tannen wuchsen, habe man an einen Landwirt verpachtet. Für Verwandte und Bekannte werden im Hofbereich sicher noch ein paar Bäume stehen, mehr aber nicht. 

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