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Schloss Güstrow : Cranach trifft im Schloss auf die Moderne

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kultur aktuell 2017: Schloss Güstrow zeigt Kunst der Renaissance sowie zeitgenössische Werke von Künstlern aus Mecklenburg-Vorpommern.

von
erstellt am 24.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Malerei von Lucas Cranach aus der Lutherzeit sowie zeitgenössische Kunst aus Mecklenburg-Vorpommern – mit zwei großen Ausstellungen rückt das Güstrower Schloss in diesem Jahr sowohl die Renaissance als auch die Moderne in den Mittelpunkt.

Eine Ausstellung zu der Malerfamilie Cranach bietet sich im Reformationsjahr 2017 geradezu an. Lucas Cranach der Ältere und Lucas Cranach der Jüngere standen in engem Kontakt zum Reformator Martin Luther. Beide gelten als Maler der Reformation und prägen bis heute das Lutherbild. „Allerdings steht Cranach im Mittelpunkt der Ausstellung, nicht Luther“, beschreibt Schlossleiterin Regina Erbentraut die Schau „Cranachs Luther!“, die vom 20. Mai bis 24. September im Schloss gezeigt wird.

Erstmals präsentiert das Staatliche Museum Schwerin in Güstrow die eigenen Bestände der Werke von Lucas Cranach dem Älteren, Lucas Cranach dem Jüngeren und ihrer Werkstatt in einer Sonderausstellung. Gezeigt werden Zeichnungen sowie 16 Druckgrafiken, die für die Verbreitung der Gedanken der Reformation von zentraler Bedeutung waren. „Die waren bisher nicht zu sehen“, sagt Regina Erbentraut. Im Zentrum der Ausstellung stehen 14 Gemälde der Cranachs. Darunter auch das erste Ganzfiguren-Porträt von Martin Luther, ein Werk, das von zentraler kultur- und kunstgeschichtlicher Bedeutung ist. Es stammt aus der Schweriner Schlosskirche, dem ersten protestantischen Kirchenbau Norddeutschlands, und steht im Blickpunkt der Schau. Weitere ausgestellte Werke sind unter anderem das Jugendbildnis Martin Luthers und seiner Frau Katharina von Bora. Die Schau ist als Kabinettausstellung in zwei Räumen des Schlosses konzipiert.

„Cranachs Luther!“ wird zeitgleich eingerahmt von der museumspädagogischen Ausstellung „Pop up Cranach“. Kinder und Schüler können hier das Motivrepertoire der Cranachs auf spielerische Weise erkunden und selbstständig eigene und neue Bildideen kreieren, informiert Monika Lehmann, Museumspädagogin im Schloss Güstrow.

Ab dem 3. Oktober rückt die zeitgenössische Kunst in den Fokus auf Schloss Güstrow. Mit „Land in Sicht“ stellen das Bildungsministerium und das Staatliche Museum Schwerin gemeinsam die Neuerwerbungen der vergangenen zwei Jahre für die Kunstsammlung des Landes vor. In den Ateliers von 14 Künstlern wurden insgesamt 79 Arbeiten aus unterschiedlichen Gattungen und von großer stilistischer Bandbreite zusammengetragen: Malerei, Druckgrafik, Zeichnungen, Objekte, Fotoarbeiten und Videokunst. Darunter auch einige Bilder des Güstrower Malers Lars Lehmann, der die Barlachstadt vor kurzem verlassen hat und mit seiner Frau nach Baden-Württemberg gezogen ist. Kuratorin dieser Schau ist Regina Erbentraut, die gerade auch am Ausstellungskatalog arbeitet. „Unser Land ist ein großer Kunstsammler und zugleich hat unser Land viele gute Künstler“, freut sie sich auf „Land in Sicht“.

 
Veranstaltungen 2017:

• 18. Februar, 19 Uhr, Konzert: „Zwischen Himmel und Erde“, Werke von J. Rosenmüller, F. Tunder, G. Ph. Telemann u. a.
• 1. März, 18 Uhr: Rendezvous im Schloss: Vortrag „Das besondere Verhältnis der Herzöge zur Jagd. Auf Spurensuche in Mecklenburg und Neues zum Güstrower Rotwildfries“
• 13. Mai, 19 Uhr, Konzert: Petra Nadvornik, Sopran, Clemens Michael Kraft, Klavier
• 20. Mai bis 24. September, Ausstellung: „Cranachs Luther! Werke der Malerfamilie Cranach“; die Schau wird eingerahmt von der Begleitausstellung „Pop up Cranach“
• 7. Juni, 18 Uhr, Rendezvous im Schloss: Kunst und Reliquienverehrung, ein Rundgang durch die Mittelaltersammlung
• 7. September, 18 Uhr, Rendezvous im Schloss: Vortrag „Trubel im Norden des Reiches. Der Dreißigjährige Krieg in Mecklenburg und dessen Nachbarterritorien“
• 2. Oktober, 20 Uhr, Konzert in der Güstrower Kunstnacht mit „Due Volte“
• 6. Dezember, 18 Uhr, Rendezvous im Schloss: Vortrag „Die Stadtkirche St. Jacobus und St. Dionysius zu Gadebusch und ihre Spuren in der Mittelaltersammlung in Güstrow“
• 11. November, 19 Uhr, Liederabend „Zwischen Heimweh und Neuanfang“ mit Mini Sheffer
• 3. Oktober bis 7. Januar 2018, Eröffnung 2. Oktober, 19 Uhr (Kunstnacht), Ausstellung: „Land in Sicht – Die Kunstankäufe des Landes Mecklenburg-Vorpommern“

Kontakt: Schloss Güstrow, Franz-Parr-Platz 1, Telefon 03843 7520, im Internet unter www.schloss-guestrow.de

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