Corona-Vorfall im KMG-Klinikum

Ein Mann wurde positiv getestet, der zuvor in mehreren Abteilungen untersucht und behandelt wurde

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30. April 2020, 05:00 Uhr

Ein hochbetagter Mann ist im KMG-Klinikum Güstrow positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Besonders heikel ist, dass der Mann bereits seit längerem Patient in der Klinik war, entsprechend auch ungeschützten Kontakt zu anderen Personen hatte. Er wurde mit einer Covid-19-unabhängigen Erkrankung aufgenommen und habe sich seit dem 5. April im Klinikum befunden, heißt es vom Landkreis Rostock auf Nachfrage. Zu Beginn seines Klinikaufenthalts seien zeitlich versetzt zwei Abstriche entnommen worden, die beide negativ ausfielen. Nach den Negativbefunden sei er aus der Isolation entlassen worden. Wann genau das war, wurde nicht genannt. Wohl aber, dass der Mann seither auf mehreren Stationen untersucht und behandelt wurde. Die Infektion sei am Dienstag bei einem weiteren richtliniengemäßen Abstrich vor dem Übergang in die Reha-Behandlung festgestellt worden.

„Das Gesundheitsamt steht im engen Austausch mit den Fachhygienikern des KMG-Klinikums, das vorbildlich beim Umgang mit dem Fall arbeitet“, erklärt Kreisdezernent Stephan Meyer, in dessen Zuständigkeit das Gesundheitsamt fällt. „Wir ermitteln die Kontaktpersonen unter Mitarbeitern und Patienten des Klinikums.“ Alle Mitarbeiter und Patienten des Klinikums seien aktuell symptomfrei, erklärt KMG-Sprecher Franz Christian Meier. Bei 150 Mitarbeitern seien umgehend Tests durchgeführt worden. Um den Infektionsweg nachvollziehen zu können, sei laut Kreisdezernent Meyer zudem ein Screening veranlasst worden. Denn weder wann noch wie sich der Mann mit dem Virus angesteckt hat, ist zum jetzigen Zeitpunkt bekannt. Der KMG-Sprecher erklärt, dass es sich zuvor auch um zwei falschnegative Ergebnisse handeln könnte, der Patient also schon infiziert eingeliefert wurde. Möglich sei auch, dass es nun ein falschpositiver Test ist. Abhängig von neuen Erkenntnissen werden in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt weitere Schritte unternommen, so Meier. Die Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen seien nun nochmals verschärft worden, heißt es vom Landkreis. Die Notfallversorgung sei aber gewährleistet.

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