Güstrow : „Corona-Disziplin“ auf Bau im Landkreis sinkt

Das Virus respektiert keine Regeln. Da können noch so viele Verbotsschilder stehen.
Das Virus respektiert keine Regeln. Da können noch so viele Verbotsschilder stehen.

Industriegewerkschaft registriert mehr Verstöße gegen Abstands- und Hygieneregeln

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25. August 2020, 05:00 Uhr

Die „Corona-Disziplin“ auf dem Bau sinkt: Auf immer mehr Baustellen im Landkreis Rostock wird gegen Abstands- und Hygieneregeln verstoßen. Das kritisiert die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau). „Viele Baufirmen nehmen die Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus auf die leichte Schulter. Das ist fatal“, sagt der Vorsitzende der IG Bau Mecklenburg, Jörg Reppin.

Immer häufiger werde wieder „im alten Trott“ gearbeitet – wie vor der Corona-Pandemie. Viele Bauunternehmen blendeten die Gefahr einer Infektion mit dem Covid-19-Virus inzwischen einfach aus, so die IG Bau. Bei ihren Baustellen-Visiten stoße die Gewerkschaft auf „grobe Corona-Sünden“: „Oft ist nicht einmal das Händewaschen möglich. Ein Waschbecken mit Seife und fließendem Wasser – Fehlanzeige. Von Desinfektionsmittel-Spendern ganz zu schweigen. Aber auch Sammeltransporte in Bullis sind schon längst wieder an der Tagesordnung. Genauso Frühstücks- und Mittagspausen dicht an dicht im Bauwagen“, sagt Jörg Reppin.

Corona-Schutz auf dem Bau koste – wie in anderen Bereichen der Wirtschaft auch – Geld. Das seien allerdings notwendige Kosten, die die Bauunternehmen im Landkreis nicht scheuen dürften, fordert die IG Bau Mecklenburg.

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