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Elfjähriger Güstrower entdeckte für sich den Hundesport : Cora - Liebe auf den ersten Blick

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Es ist Herbst, auf dem Hundesportplatz Güstrow ist immer noch viel los. Erfreulich für die Mitglieder des Hundesportvereins: auch Jugendliche sind dabei. Darunter Julius Magritz, der den Hundesport für sich entdeckt hat.

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erstellt am 18.Nov.2011 | 10:22 Uhr

Güstrow | Es ist Herbst, doch auf dem Hundesportplatz Güstrow in Glasewitzer Burg ist immer noch viel los. Erfreulich für die Mitglieder des Hundesportvereins Güstrow: auch Jugendliche gehören dazu. Darunter Julius Magritz, der den Hundesport neu für sich entdeckt hat. "Schuld" war Cora, der Riesenschnauzer, den er auf den ersten Blick lieb hatte und mit dem er gern Hundesport treiben will.

Ein erster Höhepunkt für beide war jetzt die Nachtwanderung des Hundesportvereins. "Bereits seit zehn Jahren pflegen wir unsere Tradition. Damals haben wir uns alle gemeinsam gedacht, es muss irgendwas geben, was Mensch und Tier gemeinsam einen riesen Spaß bereitet", erklärt Thorsten Wenzel, Abrichtewart des Vereins. Mit Fackeln und Taschenlampen ging es durch Wald, Büsche und enge Wege, ein kleines Abenteuer. Rund 20 Sporthunde, davon die Hälfte der Anfängerhunde, nahmen teil und meisterten die Tour.

Klecks mischte sich unter die Vierbeiner und besonders unter die jungen "Zweibeiner". Zu ihnen gehörte auch Nataly Wenzel, die seit acht Jahren regelmäßig mit ihrem Hund Kassy trainiert. "Also die Nachtwanderung war wieder mal ein Erlebnis für sich. Cool fand ich diese gruselige Atmosphäre. Ich war für die Aktionen nebenbei verantwortlich", erzählt die 13-Jährige.

Auch der "Neue", Julius Magritz, sammelte diese Eindrücke. Einen Hund besitzt der Elfährige aber leider (noch) nicht. Über das Vereinsmitglied Brigitte Rodd knüpfte er jedoch Kontakte und lernte ihren Riesenschnauzer Cora kennen. "Als ich Cora das erste Mal sah, habe ich mich sofort in sie verliebt", erzählt Julius. Vor rund vier Jahren besaß er mal einen Hund und ist ziemlich selbstsicher, was den Umgang angeht. "Hunde an sich sind nie böse, sie können sich nur negativ entwickeln aufgrund verkehrter Vorgehensweise. Ich kann auch nicht verstehen, dass sich manche nur wegen der Welpenzeit einen Hund anschaffen und dann vernachlässigen. Man muss stets geduldig sein, denn Stress kann der Hund überhaupt nicht ab", erzählt der Güstrower. Der Elfjährige hat gerade noch nicht genug Zeit und Platz für einen Hund. Seit anderthalb Jahren träumt er von einem vierbeinigen Freund und einem Umzug in eine größere Wohnung. Ein "Australien Bad" soll es sein. "Ein Hund bedeutet für mich, dass man immer jemanden zum Reden hat, auch wenn der Hund mich nicht verstehen kann, spüren kann er mich aber. Und bei der Nachtwanderung habe ich festgestellt, dass ich mich sicherer gefühlt habe, weil ich wusste, da ist der Hund an meiner Seite ist", sagt Julius. Der Schüler hat bereits einige Unterrichtsstunden auf dem Güstrower Hundesportplatz hinter sich und sich fest vorgenommen, mit dem eigenen Hund regelmäßig auf dem Gelände zu toben.

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