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Güstrower Anzeiger

22. September 2017 | 02:49 Uhr

Schüleraustausch : Comeback des Jahres

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrower Schüler kehren nach einem Jahr Schüleraustausch nach Hause zurück und berichten von tollen Erfahrungen.

„Ich bin dann mal weg“ – nicht nur Hape Kerkeling wollte mal ein Abenteuer erleben. Auch einige Güstrower Schüler brachen vor einem Jahr ins Ausland auf. Anstatt jedoch auf dem Jakobsweg zu sich selbst zu finden, erlebten sie ihr Abenteuer im Rahmen eines Schüleraustausches in einer fremden Familie, in einem fremden Land und und einer fremden Schule. Ein ganzes Jahr im Ausland ist nun vorbei und die Schüler kehren zurück nach Hause.

„Der Abschied von meinen Freunden und meiner Gastfamilie war sehr schwer und teilweise echt komisch, weil man sich in dem einen Jahr so an das neue Umfeld gewöhnt hat“, sagt Hannah Gerstenberger. Die 17-jährige Schülerin verbrachte ihr Austauschjahr im Amerikanischen Bundesstaat Washington. Das kleine Städtchen Yakima ist ihr sehr ans Herz gewachsen. Umso schwerer war es, dieses Leben hinter sich zu lassen und nach Deutschland zurückzukommen. „Ich vermisse Amerika jetzt schon, freue mich aber auch schon total darauf, wieder zu Hause zu sein und alle meine Freunde und meine Familie wiederzusehen“, erklärt Hannah erfreut.

Ein Jahr ist eine lange Zeit. Entsprechend war auch der Empfang in der Heimat. „Ich war sehr überrascht, als das Garagentor aufging und alle meine Freunde dort standen, um mich zu begrüßen. So etwas hätte ich nie erwartet, umso größer war auch meine Freude. In dem Moment wurde mir bewusst, wie sehr ich alle vermisst habe“, beschreibt die 17-Jährige ihre Ankunft.

Lange wird ihr dieses ereignisreiche Jahr noch im Gedächtnis bleiben. Besonders an ein Erlebnis erinnert sich Hannah gerne. „Ich war mit meiner Gastfamilie im Yellowstone Nationalpark. Es war wunderschön, weil sehr viel Schnee lag und wir so mit Schneemobilen durch den Park fahren konnten. Außerdem haben wir Bisons und Elche gesehen. Aber besonders schön waren die zahlreichen heißen Quellen dort!“, erzählt die 17-Jährige begeistert.

Neben Amerika gibt es natürlich noch weitere Länder, in denen Schüler ein Austauschjahr machen können. So entschied sich die 16-jährige Ronja Purwin für Norwegen. Die Landschaft und der weiße Winter lockten die Schülerin. Jetzt, da sie zurück ist, lässt sie ihr Auslandsjahr Revue passieren. „Mein schönstes Erlebnis dort war der 17. Mai, der Norwegische Nationalfeiertag. Alle Leute waren an diesem Tag super drauf, haben viel gelacht und gefeiert. Auf den Straßen ziehen Trommelgruppen umher, die man ,Buecorpse‘ nennt, und machen laut Musik. Man macht sich schick und die Frauen tragen sogar eine Tracht, die zeigt, woher man kommt“, erklärt die Schülerin.

Auch ihr fiel der Abschied nicht leicht und es flossen viele Tränen. „Als ich im Flugzeug saß, habe ich erst richtig realisiert, dass es jetzt vorbei ist. Das war ein komisches Gefühl“, sagt Ronja Purwin. Ein Wiedersehen mit ihrer Gastfamilie ist schon jetzt geplant. „Meine Gastfamilie kommt uns wahrscheinlich zu Weihnachten besuchen, um sich einen deutschen Weihnachtsmarkt anzuschauen. Und auch ich werde nächstes Jahr zur Konfirmation meiner Gastschwester fliegen.“
Wenn es um ein Auslandjahr geht, sind sich die Schülerinnen einig. Für beide ist dieses Jahr die beste Erfahrung, die man im Leben machen kann.


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