Sportgeschichte in Güstrow : Chronisten arbeiten an Heft Nr. 8

Uwe Zicker und Rudi Schröder (v.l.) zeigen mit den Medaillen und den Siegerschleifen zwei Exponate aus der Geschichte des Güstrower Sports. Fotos: Christian Menzel
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Uwe Zicker und Rudi Schröder (v.l.) zeigen mit den Medaillen und den Siegerschleifen zwei Exponate aus der Geschichte des Güstrower Sports. Fotos: Christian Menzel

Güstrower Sportchronisten im neuen Domizil im Thünenweg eingerichtet und eingelebt.

Die Güstrower Sportchronisten haben sich in ihrem neuen Domizil im Thünenweg 32/33 eingelebt. „Wir sind jetzt im Dachgeschoss des von der Volkssolidarität für betreutes Wohnen genutzten Hauses zu erreichen und fühlen uns hier sehr wohl“, versichert Uwe Zicker, Vorsitzender des kleinen Vereins.

Nach der Auflösung des Fördervereins Region Güstrow hatten die Chronisten eine neue Bleibe gesucht und sich mit einem dramatischen Appell in der SVZ an die Öffentlichkeit gewandt. „Sportchronisten auf der Flucht“ lautete damals die Überschrift zu einem Artikel mit einer Karikatur von Günter Endlich. „Das war vielleicht etwas zu reißerisch und nicht jedermanns Geschmack. Aber unter den 14 Angeboten, die uns nach der Veröffentlichung erreichten, war auch das von der Volkssolidarität, das sich als Volltreffer erwies“, resümiert Schatzmeister Rudi Schröder.


Besonderer Stolz: Siegerschleifen


Inzwischen haben sich die Vereinsmitglieder eingerichtet. Neben einer Reihe von Handakten für die tägliche Arbeit – das Gros des Materials befindet sich in einem Archiv in der Landessportschule in Rövertannen – haben auch einige Raritäten im Büro Platz gefunden. So eine Urkunde vom Gauturnfest 1921 in Bützow oder Medaillen vom Sportfest der Kreis-Jugendsportschulen als Vorläufer der Kinder- und Jugendspartakiaden. Besonders stolz sind die Chronisten auf Siegerschleifen aus den Jahren 1907 bis 1911. „Diese Siegerschleifen gehören zu dem größten Sportwettkampf, den es zu der Zeit in Güstrow gab. Er bestand aus zwei Hälften. Der erste Teil wurde am Vormittag auf dem Turnplatz, der damals unterhalb des jetzigen Gymnasiums lag, ausgetragen. Die restlichen Wettkämpfe im Laufen und Springen fanden dann am Nachmittag auf der Schützenwiese statt“, erzählt Zicker.


Alle Broschüren zur Geschichte erhältlich


Aktuell arbeiten die Sportchronisten am achten Heft ihrer Reihe über den Sport in Güstrow. Darin wird es unter anderem um die Entwicklung des Speedwaysports sowie um die Leichtathletik bis 1945 gehen. Erstmals gerät auch die Sportart Judo ins Visier der Chronisten. Geplant ist, die Broschüre im Oktober oder November vorzulegen.

Übrigens haben die Vereinsmitglieder gerade die Hefte eins bis sechs nachdrucken lassen. Mit der aktuellen Nummer sieben sind somit alle Broschüren verfügbar. Erwerben kann man sie von Montag bis Freitag zwischen 8.30 und 11.30 Uhr im Büro der Sportchronisten im Thünenweg 32/33.

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