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Güstrower Anzeiger

18. Oktober 2017 | 09:40 Uhr

ausstellung : Chinesische Eier zur Vernissage

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Tuschemalerei und Jade-Schmuck: Yibo Beck stellt in Krakower Synagoge aus

Dass in der neuen Ausstellung des Kulturvereins „Alte Synagoge“ weniger Farbe als sonst zu sehen ist, liegt am Metier. Chinesische Tuschemalerei sei nun mal vorrangig schwarz auf weiß, erklärte Rosemarie Wendt bei der Eröffnung. Dabei unterstreicht Yibo Beck, die ausstellende Künstlerin, mit ihrer Präsentation die abwechslungsreiche Galerie-Folge des Hauses. Nachdem vor zwei Jahren japanische Kalligrafie die Wände des einstigen Gotteshauses zierte, nun also wieder Exotik aus Fernost.

Yibo Beck, die seit vier Jahren in Güstrow wohnt, hat dafür nicht nur die Wände „geschmückt“, sondern auch typischen Schmuck ihrer Heimat mitgebracht. Jade- und Origami-Arbeiten, oft mit Süßwasserperlen verziert, ließ schon bei der Vernissage manchen Besucher spontan das Portemonnaie zücken. Neben dem Erwerb als freischaffende Künstlerin ist Yibo Beck in der Barlachstadt längst nicht mehr unbekannt. In Workshops, z.B. im Kinder-Kunst-Haus, vermittelt sie Traditionen aus dem Reich der Mitte, gibt auch fernöstlichen Tanzunterricht.

Die Tuschemalerei hat Yibo Beck, 1980 in Wu Han geboren, schon im Kindergarten erlernt. Mit sechs Jahren kam chinesischer Volkstanz hinzu. Nach einer Tätigkeit im Film-Produkt-Marketing und dem Studium von Mathematik und Finanzökonomie widmete sich die zierliche Frau, die seit 13 Jahren in Deutschland lebt, schließlich doch wieder ihren künstlerischen heimatlichen Wurzeln. Dabei kommt ihr die frühzeitige Ausbildung – Tuschemalerei etwa werde in China vielfach in Schulen gelehrt, sagt sie – zu Gute. Ein Stück davon hatten die Eltern ihr ja auch schon in die Wiege gelegt: Bo, dieser Teil ihres Namens, bedeute so viel wie „umfangreich“, hatte sich Rosemarie Wendt schlau gemacht. Die kleine Ausstellung in der ehemaligen Synagoge belegt das erneut, wovon man sich in der Krakower Synagoge bis zum 15. September überzeugen kann.

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