zur Navigation springen

Änderungen : Charlottenthaler wandeln bald „Unter den Linden“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Wegen Dopplung muss „Lange Straße“ im Ortsteil von Krakow am See weichen

von
erstellt am 30.Jan.2015 | 06:00 Uhr

Einen Gang ins Rathaus und zu diversen anderen Behörden müssen Bewohner der Güstrower Straße und der Langen Straße in Charlottenthal auf sich nehmen. Ausweis und Fahrzeugpapiere sind mitzuführen – denn die Adresse wird geändert. Die Stadtvertreter einigten sich jetzt einstimmig auf eine Änderung der „Güstrower Straße“ in „Güstrower Landstraße“. Geteilt wird die Lange Straße: Der obere Teil wird „An der Eiche“ angegliedert, während der untere Teil künftig „Unter den Linden“ heißen wird.

Hintergrund für den Akt ist die Eingemeindung Charlottenthals zu Krakow am See, wodurch es die angestammten Straßennamen doppelt gibt. „Was jahrelang niemanden wirklich störte, bereitet seit einiger Zeit nun aber doch der Post und anderen Zustelldiensten Probleme“, begründete Bürgermeister Wolfgang Geistert die Verwaltungsvorlage.

Schon im Dezember lag das Papier zur Beschlussfassung auf dem Tisch. Die Mehrheit hatte da aber nur entschieden, dass die notwendigen Änderungen nicht in der Stadt vorgenommen werden sollen, weil hier deutlich mehr Einwohner (Güstrower Straße) bzw. deutlich mehr Gewerbebetriebe (Lange Straße) betroffen wären. Auf Anregung von Jörg Oppitz sollten aber die Charlottenthaler als Betroffene dann auch selbst entscheiden, unter welcher Adresse sie künftig wohnen. Dabei kam der Name „Güstrower Landstraße“ heraus anstelle der von der Verwaltung vorgeschlagenen „Neuen Güstrower Straße“. Bei der Diskussion vor Ort kam auch der Gedanke auf, das im Volksmund als „Gänsedorf“ bekannte separate Quartier eingangs des Ortes eventuell offiziell so zu benennen. Davon sei man dann aber wieder abgerückt. „Es gibt dort schon lange keine Gänse mehr. Und ausgrenzen wollte sich auch keiner“, gab Oppitz die Gedanken der in den Hausnummern 1 bis 8 Wohnenden wieder.

Auch in Bellin wird ein Straßenname geändert: „Am Schloss“ bekommt das Wörtchen „Belliner“ dazwischengesetzt, weil es in Alt Sammit ebenfalls „Am Schloss“ gibt. Während es in Alt Sammit also beim angestammten Namen bleibt, hat die Änderung in Bellin keine weiteren Auswirkungen: Weder gibt es hier – vom (unbewohnten) Schloss abgesehen – Anlieger, noch ein Straßenschild, das geändert werden müsste.


Ausweis kostenlos, aber wer zahlt das Andere?


Wirksam werden sollen die Schilderwechsel zum 1. Juni dieses Jahres. Für die betroffenen Charlottenthaler gibt es noch eine leise Hoffnung, dass neben der Änderung im Personalausweis im Rathaus auch die durch Landkreis vorzunehmende Änderung der Fahrzeugpapiere kostenlos werden könnte. Er wolle das unter Hinweis auf die durch die Eingemeindung erzwungene Notwendigkeit der Namensänderung noch einmal beantragen, erklärte Bürgermeister Geistert. Ein erster Versuch sei jedoch abschlägig beschieden worden.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen