Güstrow : Chaos im Gewerbegebiet

Auf der Straße „Wolfskrögen“ sammelten sich Einkäufer und Falschfahrer. Zeitweise ging Montag nichts mehr.  Fotos: Regina mai
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Auf der Straße „Wolfskrögen“ sammelten sich Einkäufer und Falschfahrer. Zeitweise ging Montag nichts mehr. Fotos: Regina mai

Straßenbaustelle Rostocker Chaussee rückt nach Norden / „Falschfahrer“ nutzten Wolfskrögen zum Wenden

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03. März 2014, 21:00 Uhr

Das Chaos spielte sich zum Wochenbeginn nicht wie von vielen erwartet auf der Schwaaner Straße ab. Es war das Gewerbegebiet, in dem zeitweise nichts mehr ging, weil all jene, die den Hinweisen auf der B 103 kein Vertrauen schenkten an der Kreuzung Gewerbegebiet/Klinikum bemerkten, dass hier stadteinwärts Schluss ist. Also fuhren sie ins Gewerbegebiet, um zu wenden. Dort trafen sie auf jene, die bunte Primeln und Bauholz gekauft hatten. Gegen Mittag griff die Polizei erstmals ein, regelte den Verkehr per Hand und löste den Stau auf, am Nachmittag ging es so weiter.

Die Baustelle Rostocker Chaussee zieht nordwärts. Zwischen der Haselstraße und der Friedrich-Trendelenburg-Allee haben stadtauswärts die Bauarbeiten auf der rechten Fahrspur begonnen. Der Verkehr läuft nur stadtauswärts Richtung A 19. Wer auf der B 103 kommend nach Güstrow will, muss nun unweigerlich nach Strenz abbiegen und dann über die Schwaaner Straße fahren.

Der Berufsverkehr konnte Montagmorgen noch wie gewohnt rollen. Erst am Vormittag wurden Schilder aufgestellt und Absperrungen eingerichtet. Elke Murr gehörte zu jenen, die geduldig oder schimpfend im Gewerbegebiet nur langsam voran kamen. „Das ist hier jetzt nicht so toll. Ich stehe schon 10 bis 15 Minuten“, sagte die Güstrowerin und hoffte, noch pünktlich zum Spätdienst ihren Arbeitsplatz zu erreichen. „Aber ich sehe das gelassen. Die Rostocker Chaussee musste irgendwann gemacht werden. Und es geht doch auch wirklich schnell voran mit dem Bauen“, schätzt Elke Murr ein.

„Es sind die Falschfahrer“, sagt Ronald Normann, Leiter des Straßenbauamtes Güstrow. Die Polizei habe kurzfristig geholfen. „Es hilft alles nichts, die Leute müssen lernen, dass es hier nicht mehr nach Güstrow rein geht“, betont Normann und kündigt an, dass man sich die Ampelschaltung noch einmal ansehen werde, um die Grünphase für die Autos, die aus dem Gewerbegebiet kommen und nun links abbiegen müssen, etwas zu verlängern.

Das große Chaos in der Schwaaner Straße scheint dagegen auszubleiben. Bei offenen Schranken am Bahnhof lief am Mittag viel Verkehr durch die Schwaaner Straße, allerdings ohne nennenswerten Stopp. Wenn stets vor der vollen Stunde Züge kommen und wieder fahren, staut es sich wie schon seit Monaten auf der Schwaaner Straße wie auf der Eisenbahnstraße. Darauf muss sich der Autofahrer weiter einstellen. Eine Alternative für jene, die von der A 19 kommend nach Güstrow wollen, bleibt die Anschlussstelle Glasewitz.

Stefan Perlitz, der Montag Vormittag mit seinen Kollegen neue Hinweisschilder an der B 103 vor Güstrow aufstellte, war sich sicher, dass sich die Autofahrer auf die neue Situation schnell einstellen werden. „Am Anfang gibt es immer Aufregung, aber dann pegelt es sich ein“, denkt er.

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