Güstrow : CDU will eigenes Baukindergeld

 
 

Vorstoß zur Förderung des Erwerbs von Baugrundstücken in der Barlachstadt.

von
28. Juni 2018, 20:45 Uhr

Nachdem die Große Koalition in Berlin lange um das geplante Baukindergeld gestritten hat, will die CDU-Fraktion in der Stadtvertretung ein weiteres Zeichen setzen: mit einem Güstrower Baukindergeld.

„Wir haben in der Fraktion beschlossen, zur Stadtvertretersitzung am 5. Juli einen Antrag einzubringen, wonach Familien beim Erwerb eines städtischen oder privaten Grundstücks zum Bau eines Hauses einen Zuschuss von 5000 Euro pro Kind erhalten“, sagt Heiko Karmoll. Der Fraktionsvorsitzende begründet: „Es geht darum, unsere Stadt jünger und den Standort Güstrow für Familien attraktiver zu machen. Zurzeit herrscht große Nachfrage nach Baumöglichkeiten. Diesen Zug dürfen wir nicht verpassen.“ Karmoll verweist auf einen vor Jahren gefassten Beschluss der Stadtvertretung, dass die Verwaltung in städtischen Baugebieten mindestens 80 Grundstücke für Bauwillige vorhalten sollte. „Diesem Beschluss, von der CDU eingebracht, ist der Bürgermeister bislang nur unzureichend nachgekommen“, kritisiert Karmoll. Mit dem „Güstrower Baukindergeld“ sollen auch Überlegungen von Rostockern, sich in der Barlachstadt ein Zuhause zu schaffen, befördert werden. „In Rostock arbeiten, in Güstrow leben – das ist für junge Familien durchaus eine Überlegung wert“, ist sich der Fraktionschef sicher.

Gezahlt werden soll das Baukindergeld zum Zeitpunkt des erstmaligen Einzugs in das neu gebaute Haus. Für die Kinder, die dann in dem Neubau der Eltern wohnen, gibt es die Förderung. Die dafür erforderlichen Mittel liest Karmoll aus dem jüngst beschlossenen Nachtragshaushalt des Kreistages heraus: Dort wurde eine geringere Kreisumlage beschlossen. Für Güstrow dürfte der Betrag bei einer Million Euro liegen, denkt Karmoll. „Von dieser nicht geplanten Einnahme der Stadt wollen wir das Baukindergeld finanzieren.“

Nach dem Willen der Antragsteller könnte die Förderung schon am 1. September starten. Allerdings rechnet Karmoll selbst nicht mit der Zustimmung der Stadtvertretung schon in der nächsten Woche. Dann hofft er auf eine Verweisung in die Ausschüsse, um darüber noch einmal zu beraten. „Aber es besteht ja auch die Möglichkeit, das Baukindergeld rückwirkend zu zahlen“, denkt der CDU-Mann laut voraus.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen