Vorschlag : CDU fährt auf Pendler ab

Gemeinsam bereiten Stefanie von Laehr, Sebastian Berg und Günter Wolff den Besuch der Franzosen vor.
Gemeinsam bereiten Stefanie von Laehr, Sebastian Berg und Günter Wolff den Besuch der Franzosen vor.

Kampagne soll endlich anrollen: Nebenwohner wie Studenten, Azubis sollen Hauptwohnsitz in Barlachstadt anmelden

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24. März 2014, 06:00 Uhr

Die CDU-Stadtfraktion will mehr neue Einwohner für Güstrow gewinnen. Ein Steckenpferd der Christdemokraten in der Stadtvertretung seit zwei Jahren ist die Idee, mit einem Maßnahmekatalog speziell Menschen mit einem Nebenwohnsitz in der Barlachstadt dauerhaft – also mit dem Hauptwohnsitz – an Güstrow zu binden. Schon mit kulturellen Zuschüssen wollte man locken (SVZ berichtete), dazu stellte der Bürgermeister vor einem Jahr einen ganzen möglichen Maßnahmekatalog vor.

Jetzt endlich will die Fraktion die Kampagne „Hauptwohnsitz“ starten lassen und stellt dafür auf der Stadtvertretersitzung am Donnerstag einen konkreten Antrag. Bürger, die ihren Hauptwohnsitz in Güstrow anmelden wollen, sollen aus zwei Optionen wählen können: Übernahme von zwei Monatskarten für den gesamten Bereich des Verkehrsverbundes Warnow oder Zuschuss zu Pkw-Stellkosten bzw. Anwohnerparkausweis in Höhe von 20 Euro pro Monat, begrenzt für ein Jahr. Denn in der Diskussion sei deutlich geworden, begründet Antragsteller Sebastian Berg den Vorstoß, dass eine direkte Unterstützung von Pendlern als wirksamste angesehen wird.

In einer Testphase von Juli bis Oktober soll nun herausgefunden werden, wie die Unterstützung bei der Verkehrsanbindung wirkt. Berg: „Als Zielgruppe sind vor allem die ca. 800 Bürger mit Status Nebenwohnsitz, also Studenten der Fachhochschule und Azubis, als auch Pendler aus und nach Rostock zu sehen.“

Hintergrund: Für jeden neuen Bürger mit Status Hauptwohnsitz erhält die Barlachstadt zusätzliche Schlüsselzuweisungen in Höhe von ca. 2400 Euro. „Gerade vor diesem Hintergrund einer möglichen Verbesserung der Haushaltssituation und der Klage gegen den Zensus, wollen wir mit wirtschaftlich attraktiven Vorschlägen mehr Bürger für Güstrow begeistern“, begründet Berg. Mit den Offerten verbindet Berg zugleich die Hoffnung auf stärkere Nutzung des Güstrower Bahnhofs und eine Entlastung der Verkehrssituation in der Stadt.

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