Feuerwehrmarsch Gremmelin : Bunter Mix aus Spaß und Können

Der Feuerwehrmarsch in Gremmelin hat seine ganz besonderen Seiten. Hier benutzen die Güstrower Kameraden B-Schläuche, um einen Zopf zu flechten: Martin Stelter, Marko Sponholz. Johannes Lippert und Konstantin Börnhöft
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Der Feuerwehrmarsch in Gremmelin hat seine ganz besonderen Seiten. Hier benutzen die Güstrower Kameraden B-Schläuche, um einen Zopf zu flechten: Martin Stelter, Marko Sponholz. Johannes Lippert und Konstantin Börnhöft

25. Feuerwehrmarsch in Gremmelin – 13 Feuerwehren und acht Jugendwehren am Start.

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08. Mai 2017, 05:00 Uhr

Mit je einem Schlauch in der Hand springen auf dem Gremmeliner Sportplatz drei jungen Kameraden hin und her. Ihr Ziel ist es Schläuche zu einem Zopf zu flechten. Der Spaß an der Sache steht mit Mittelpunkt, wenn in Gremmelin zum Feuerwehrmarsch eingeladen wird. Und doch steckt in den Kameraden auch immer der Ehrgeiz selbst bei den Spaßdisziplinen alles richtig zu machen und dabei vielleicht einen Ticken besser zu sein, als die „Konkurrenz“. Zum 25. Mal in 24 Jahren – einmal gab es zwei Wettkämpfe im Jahr – nahmen die Gremmeliner Feuerwehrmänner und -frauen viel Arbeit auf sich, um fortzuführen, was ihren Vorgänger angefangen haben.

Dabei steht die Tradition der Feuerwehrmärsche überhaupt nicht infrage. Vor fünf Jahren sei es mit der Beteiligung mal ein bisschen bergab gegangen, inzwischen aber verzeichne man wieder ein größeres Interesse, berichtet Maik Lange. Dem Wehrführer bleibt gewissermaßen auch gar nichts anderes übrig, war es doch sein Vater Helmut Lange, der zusammen mit Reinhard Rossmanek und Werner Holst den Wettbewerb vor 24 Jahren ins Leben gerufen hatte. Der 80-Jährige lässt es sich bis heute nicht nehmen dabei zu sein. Sein Metier heute: die Erbsensuppe aus der Gulaschkanone, berichtet Sohn Maik Lange.

13 Mannschaften aus den Reihen der aktiven Kameraden und acht Jugendwehren nahmen diesmal teil. Während Maik Lange mit der Teilnahmen von nur zwei Wehren aus dem Amtsbereich Krakow am See etwas hadert, kann er auch von Teilnehmern aus den Landkreisen Nordwestmecklenburg, Parchim-Ludwigslust und aus Kiel berichten. In der Regel sind es ehemalige Feuerwehrleute aus Gremmelin oder der Umgebung, die anderswo ihren Lebensmittelpunkt fanden und die dortigen Kameraden vom Gremmeliner Feuerwehrmarsch überzeugen konnten, erklärt der Wehrleiter, während die Feuerwehrfrauen im Gerätehaus die Brötchen für die Kampfrichter schmieren. Sie haben noch etwas Zeit für ihren Einsatz. Über einen Zeitraum von zwei Stunden startete eine Mannschaft nach der anderen. Da gab es selbstverständlich eine Knoten-Station, eine mit Fragen zur Theorie, außerdem Fangleinenzielwurf und eine naturkundliche Station. Hier sollten die Kameraden anhand von Ästen und Baumscheiben Baumarten identifizieren. Ernst wurde es an einer Station am Bach, aus dem Löschwasser entnommen werden sollte.

Mit neun Punkten verließen die Kameraden der Güstrower Wehr die Zopf-Station und begaben sich mit ihrem Bollerwagen zum Bach. Auf sieben Kilometern waren die Stationen verteilt. Konstantin Bornhöft führte die Gruppe an. „Ich komme aus Lalendorf und habe die Idee mit nach Güstrow genommen“, erzählt er. Die Güstrower Wehr sei gut aufgestellt, da sehe er eine Teilnahme als selbstverständlich. Es mache ihm viel Spaß. Man treffe sich und komme mit Kameraden aus anderen Wehren ins Gespräch. So wünscht es sich auch Maik Lange: „Die Kameradschaft fördern, ist ein wichtiges Anliegen des Feuerwehrmarsches.“ Das sehen sicher auch die Lüningsdorfer Kameraden nicht anders, freuen sich aber dennoch über ihren Sieg vor Niegleve/Wattmannnshagen und Güstrow. Die Reihenfolgen bei den Jugendwehren: Gremmelin, Gnoien, Güstrow.

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