Alte Synagoge : Bunte Vielfalt in altem Gotteshaus

Relativ wenig beachtet wird die kleine Dauerausstellung über jüdisches Leben in Krakow am See auf der Empore in der ehemaligen Synagoge. Annette Bernstein zeigt sie.
Relativ wenig beachtet wird die kleine Dauerausstellung über jüdisches Leben in Krakow am See auf der Empore in der ehemaligen Synagoge. Annette Bernstein zeigt sie.

Kultur aktuell 2018: Der Krakower Kulturverein „Alte Synagoge“.

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18. Januar 2018, 12:00 Uhr

Mit der Organisation des kulturellen Parts zum morgigen Neujahrsempfang des Luftkurortes beginnt das neue Veranstaltungsjahr des Krakower Kulturvereins „Alte Synagoge“. Der Empfang ist öffentlich, der Bürgermeister lädt dazu am Freitag um 16 Uhr in das Atrium der Schule ein. Der Güstrower Chor „Contraste“ wird diesmal für den Rahmen sorgen. „Wir streben ja immer an, für unsere Veranstaltungen und Ausstellungen viele Künstler aus der Umgebung zu präsentieren“, stellt die Vorsitzende des Vereins, Annette Bernstein heraus. Bewerbungen gebe es immer reichlich, so dass der Vorstand auswählen und entscheiden müsse, was in aller Regel nicht eben leicht falle.

Schon am Sonnabend geht es auf Schlag weiter mit der Vernissage, Beginn 10 Uhr, zur ersten von fünf Ausstellungen im ehemaligen jüdischen Gotteshaus am Schulplatz. Zu sehen sein wird – auch das ist traditionell zum Jahresauftakt – die Landesausstellung des künstlerischen Sommerkurses. Bis zum 13. März werden die Schülerarbeiten zu sehen sein.

Bereits vier Tage später eröffnet die aus Berlin stammende Neu-Krakowerin Anna Wiebe ihre Öl- und Pastellbilderschau. Zugleich werden dann ab 17. März acht Wochen lang auch chinesische Tuschemalereien zu sehen sein.

Am 18. Mai eröffnet eine Exposition mit Malerei, Ölbildern, Radierungen und Grafiken des Güstrowers Andreas Tessenow. Dass die Vernissage, üblicherweise auf Sonnabende terminiert, ausnahmsweise an einem Freitag ist, ist natürlich kein Zufall: „Kunst offen“ heißt es tags darauf zu Pfingsten, und da möchte sich der Kulturverein mit seiner aktuellen Ausstellung beteiligen. Vorstandsmitglieder werden dafür sorgen, dass auch am Sonnabend und Sonntag zu Pfingsten die Synagoge offen steht. Annette Bernstein: „Generell ist es ja so, dass wir an einem Nachmittag in der Woche die Öffnung der Synagoge abdecken. Hoffentlich finden sich auch in diesem Jahr wieder genügend Vereinsmitglieder, die da mitmachen.“

Die Künstlerin Silke Krempien, die bereits vor einigen Jahren in Krakow ausgestellt hatte, zeigt vom 11. August an in Holz ausgeführte Arbeiten aus ihrer Werkstatt. „Wir wollten auch mal wieder einen darstellenden Künstler haben“, freut sich Bernstein schon darauf.

Erneut keine klassische Weihnachtsausstellung, wie schon mit der gerade beendeten, zeigt der Kulturverein zum Jahresabschluss. Der in Plau am See lebende Horst Meyn, der auch Krakower in seiner Malschule anleitet, präsentiert dann in der Vorweihnachtszeit und über den Jahreswechsel hinaus gemeinsam mit Lydia-Ilona Strahlmann Malerei in Öl und Aquarell.

Der Kulturverein erfreut sich übrigens einer recht stabilen Mitgliedschaft. Gut 90 Mitglieder zählt die Vorsitzende aktuell. Zwar seien viele ältere darunter, was bekanntlich in vielen Kultur- oder Kunstvereinen auf demografische Probleme hinweist. „Aber letztes Jahr konnten wir auch wieder einige neue Mitglieder gewinnen“, freut sich Annette Bernstein. Auch seine materielle Ausstattung konnte der Verein dank Fördermitteln des Landkreises verbessern. So konnten im vergangenen Jahr unter anderem eine neue Ausstellungsvitrine und neue Stühle gekauft werden.

Veranstaltungen 2018:

19. Januar, 16 Uhr: Neujahrsempfang der Stadt (Atrium Schule) mit Chor Contraste

2. Februar, 19.30 Uhr: Alexander Zindel, Volks-Zither-Sänger: „Le Coer fait Boum! – Das Herz macht Boum!“

2. März: Dr. Sebastian Lorenz: „Steinzeitliche Jäger und Fischer in Russlands Norden – eine Reise zu archäologischen Ausgrabungen und letzten Nomaden“

8. April: Chor Vokalpop Regenbogen aus Güstrow

27. Mai: Meisterpianist Menachem Har-Zahav: „Hommage an Chopin“

16. Juni: Gartenposaune mit Henneberg&Nowack: „Garten ist…eine Art zu leben“ (Literarisch-Musikalisches rund um den Garten, evtl. Open Air)

20. Juli: Irischer Abend Open Air

(mit Schnick Schnack Güstrow)

31. August: Fledermausnacht mit Naturparkleiter Ralf Koch (Vortrag und Beobachtungen)

14. September: Kabarett mit „kaHROtte“ aus Rostock

30. September, Atrium Schule: Caféhausmusik mit Hans-Joachim Scheitzbach und Quartett der Komischen Oper Berlin

9. November: „Lieder für Liebende“, musikalisches Porträt über Mascha Kaleko von Dr. Cathrin Alisch, Berlin

6. Dezember: „Die Geburtstagsfeier“ für Kinder mit Olaf Stellmäcke

9. Dezember: Adventskonzert mit Sören Wendt (Kyritz), Harfe und Gesang

14. Dezember: „Klänge, Worte und Bilder“ mit Karl Petzschmann (Klavier) und Lothar Reißenweber (Klarinette) von der Kreismusikschule Güstrow

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(wenn nicht anders angegeben, alles in der ehemaligen Synagoge)

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