Freizeit : Bungeesprünge in Krakow am See?

Ohne die schaurigen Reste von Meladie und dann gestaltet, könnte es auf dem neuen Freizeitpark diesen Bungeesprung geben.  Collage: Denny Schröter
Ohne die schaurigen Reste von Meladie und dann gestaltet, könnte es auf dem neuen Freizeitpark diesen Bungeesprung geben. Collage: Denny Schröter

Hanseatische Umwelt CAM GmbH Sandhagen plant auf Meladie-Gelände Freizeiteinrichtung: Stadtvertretung ändert Bebauungsplan

svz.de von
14. März 2014, 06:00 Uhr

Die Hanseatische Umwelt CAM GmbH Sandhagen hat bei der Stadt Krakow am See den Antrag gestellt, dass von der Stadt die bau- und planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Projekt „Freizeiteinrichtung mit saisonverlängerndem touristischen Angebot unter Berücksichtigung bioenergetischer Aspekte“ geschaffen werden. Es geht um das marode Meladie-Gelände in der Güstrower Straße.


Geschäftsführer: keine Biogasanlage geplant


Das Unternehmen hat das Areal in seiner Tätigkeit der Abfallentsorgung kennen gelernt. Es möchte Freizeitangebote wie Tubingbahn (ähnlich Sommerrodelbahn), Bungee, Trampolin, Minigolf u.ä. schaffen. Abgerundet werden soll das Projekt durch gastronomische Einrichtungen. Oberhalb der Hangkante soll ein Turm von ca. 10 Meter Höhe als Startpunkt für die Tubingbahn errichtet werden. Auf dem Grundstück werden Stellplätze für Pkw und Busse geschaffen. Wärme und Strom sollen durch Photovoltaikanlagen, Solarthermie und Biomasseheizung erzeugt werden. Der Grundstückeigentümer hat gegenüber dem Vorhabenträger Bereitschaft zur Zusammenarbeit signalisiert.

Mit der Änderung des Aufstellungsbeschlusses des B-Plans von „Gewerbegebiet Güstrower Straße“ zum „Sondergebiet Freizeitpark Güstrower Straße“ hat die Stadtvertretung am Dienstagabend diese Voraussetzungen geschaffen. Allerdings mit dem Zusatz, dass der Bau einer Biogasanlage nicht gestattet wird. Das fordert u.a. Jörg Oppitz, Heimatverein Charlottenthal. Er findet gut, dass da was passiert, aber über ein „Hinterstübchen“ möchte er keine Biogasanlage, die jetzt noch Biomasseheizung heißt, in der Stadt haben. Bürgermeister Wolfgang Geistert (parteilos für die SPD) bemerkte, dass eine Biogasanlage genehmigungspflichtig sei.

SVZ fragte bei der Hanseatischen Umwelt nach. Geschäftsführer Martin Staemmler: „Wir errichten auf dem Gelände keine Biogasanlage.“

Karl-Heinz Kleinpeter (SPD-Fraktion) ist es wichtig, dass alle Voraussetzungen geschaffen werden, damit auf die Stadt keine Kosten zukommen. Kleinpeter denkt da an die „Holzhackschnitzel“-Firma, die „Himmel und Erde“ versprochen hatte und auf Nimmerwiedersehen von dem Gelände verschwand.

In der Begründung heißt es dazu: „Der Vorhabenträger hat sich dazu bereit erklärt alle Kosten, die mit der Planaufstellung und Realisierung des Vorhabens verbunden sind, zu übernehmen.“


Projekt kollidiert nicht mit Vorhaben Zietlitz


Wolfgang Fentzahn (CDU) möchte nicht, dass Krakow am See mit diesem Freizeitpark mit der Van-der-Valk-Gruppe kollidiert, die in Zietlitz einen Freizeitpark plant (wir berichteten). Unternehmensprecher Volker Wünsche sieht kein Problem. In Zietlitz gelte seit zwei Jahren der Status Quo. Es gebe eine Machbarkeitsstudie, einen Flächennutzungsplan und das gemeindliche Einvernehmen. Da die Van-der-Valk-Gruppe den Park nicht betreiben wolle, weil das nicht ihr Kerngeschäft sei, werde weiter ein Betreiber gesucht. Auch, meint Wünsche, würden sich beide Konzepte unterscheiden. Sie gegenüber zu stellen, wäre so als ob man Äpfel mit Birnen vergleichen würde.








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