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Güstrow : Bürgermeister informierte vor vielen leeren Stühlen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Sieben Distelberger gestern Abend bei Versammlung / Sie erfuhren: Rostocker wird Ende September fertig

Sieben Einwohner hatten gestern Abend das Bedürfnis, von Bürgermeister Arne Schuldt und seinen Amtsleitern auf der Einwohnerversammlung für den Stadtteil Distelberg informiert zu werden bzw. Fragen stellen. Sie vertraten 2650 Einwohner… Mit Kurt-Werner Langer war darunter noch ein „Offizieller“, der Stadtvertreter-Einzelbewerber. Den sieben saßen neun Verwaltungs- und Medienvertreter gegenüber…

Schuldt und seine Kollegen legten trotzdem los. Das letzte Mal hatten sie sich im Februar 2007 zu einer Einwohnerversammlung angekündigt. Die Veranstaltung zum Thema „Asylbewerber“ im November 2012 wollte Schuldt nicht in diese Kategorie einordnen.

Unbenommen von der schlechten Beteiligung hatte Schuldt allerdings über einiges zu informieren. Beim Ausbau der Rostocker Chaussee sekundierte ihm Ronald Normann, Leiter des verantwortlichen Straßenbauamtes Güstrow-Klueß. Für dieses 8-Millionen-Vorhaben brachte Schuldt diese gute Nachricht mit: „Wenn alles weiter so gut läuft wie bisher, wird die neue Straße Ende September fertig und kann mit ,grüner Welle’ von der Trendelenburg-Allee bis zur Goldberger Straße befahren werden.“ Ende Juni, rechnet Schuldt, wird die Kreuzung Niklotstraße fertig. In der 1. oder 2. Juli-Woche sollen alle Einbahnstraßen und Umleitungen in Dettmannsdorf Vergangenheit sein. Geschuldet sei der Baufortschritt der fleißigen Arbeit der Bauleute, dem Zusammenspiel der Verantwortlichen und dem ausgefallenen Winter, so Schuldt.

Zum Thema Jugendhaus-Schließung Ende 2013 sagte Schuldt, dass die mobile Jugendarbeit durch den Filmklub laufe und der „Leuchtturm“ genutzt werde. Weiter auf der Suche sei die Stadt nach stationären Räumen. Bisher aber ohne Ergebnis.

Der Bürgermeister informierte weiter, dass nach der Kritik zu Ordnung und Sauberkeit an der Ahornpromenade zwei Arbeitskräfte aus dem 2. Arbeitsmarkt eingesetzt worden sind.

Keine Erweiterungen gibt es in dem Stadtteil bei den Einkaufsmärkten, weil der Einzelhandel in der ganzen Stadt mit einem Bebauungsplan geregelt werden soll. Solange er erarbeitet wird, hat die Stadtvertretung (wir berichteten) eine Sperre für jegliche Bauvorhaben festgelegt. Einzige Ausnahme ist die Altstadt.

Die Fragen der wenigen Bürger gingen teilweise über den Stadtteil hinaus. Helga Boner, beklagte die komplizierte Querung für Fußgänger in der Rostocker Chaussee. Meinte aber auch gleich, dass sei ja nun bald Geschichte. Sie wies außerdem auf fehlende Einkaufsmärkte im Bereich Kastanienstraße hin. Ebenfalls missfallen ihr die unsauberen Containerstandorte. Hier säubere die Stadt, auch wenn sie nicht verantwortlich sei – das ist Veolia –, wenn sich der Zustand zuspitze, erklärte Hans-Peter Schröder, Leiter des Stadtbauhofes.

Jürgen Lorenz, Anwohner der Rostocker Chaussee, freut sich, dass er nach der wegfallenden Einbahnstraßenregelung einen 3-km-Umweg spart, um auf sein Grundstück zu kommen.

Wilhelm Wendorf beklagte die Unsitte, dass auf Parkplätzen vor Einkaufsmärkten dort geparkt wird, wo es verboten ist und Ordnungskräfte nicht eingreifen. Die müssten es aber. Wendorf verwies auf einen TV-Beitrag. Hier gelte die Verantwortlichkeit der privaten Eigentümer, die das regeln müssen, erfuhr er von Ordnungsamtsleiter Detlef Moll. Unverständnis zeigte Wilhelm Wendorf für den Hundekot auf dem Spielplatz zwischen Ebereschenweg und Ahornpromenade. Ihm fehlt, dass die Verursacher kräftig zur Kasse gebeten werden. Hier ist ihm die Staatsmacht zu lasch.


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erstellt am 04.Jun.2014 | 21:45 Uhr

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