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SVZ-Serie : „Bücherwurm“ war ein „Eisenfuß“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

20 Fragen an Tilman Wesolowski von der Güstrower Uwe-Johnson-Bibliothek

Dr. Tilmann Wesolowski, geboren am 6. April 1974 in Berlin, ist in Güstrow der Mann der Bücher. Angestellt bei der Stadt organisiert er alles in und rund um die Uwe-Johnson-Bibliothek – von der Ausleihe bis zu Lesungen. Er studierte Kommunikations- und Informationswissenschaft sowie Geschichte und promovierte 2009 in Neuer Geschichte. Es folgten Fortbildungen im Kultur- und Social-Media-Management. Tilman Wesolowski war bereits Kurator der Ausstellung zur Chemie- und Pharmaindustrie am Deutschen Technikmuseum Berlin, Mitarbeiter am Deutschen Auswandererhaus Bremerhaven sowie Hochschuldozent in München, Leipzig, Hamburg, Lüneburg und Witten/Herdecke. Schließlich kehrte er mit seiner Ehefrau in deren alte Heimat Güstrow zurück.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?

Von Frühling bis Herbst abends an einer Feuerschale mit einem Glas guten Rotweins.

Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Hilfreich wäre vermutlich zunächst ein neues Namensschild an der Bürotür… aber im Ernst: ich würde den Weg der baulichen Erhaltung und der breiten kulturellen Angebotspalette weiterführen, um für Gäste attraktiv zu bleiben.

Wo kann man Sie am ehesten treffen?

In der Güstrower Uwe-Johnson-Bibliothek.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Als Pflegehelfer in einem Altenheim.

Wofür haben Sie es ausgegeben?
Eine Rucksackreise mit dem Fernbus durch Nordamerika.

Was würden Sie gerne können?

Hypnose oder den Gedankenkontroll-Trick der Jedi aus den Star Wars-Filmen. Das wäre sehr hilfreich bei Verhandlungen um Födergelder für die Bibliothek.

Was stört Sie an anderen?
Gewaltbereitschaft und Intoleranz.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Über die ZDF-Politsatire „Die Anstalt“.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?

Auf meinen Arzt gehört.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Mein siebzehnjähriger Sohn: für das, was vor der heutigen Jugend liegt, braucht es viel Mut und Durchsetzungskraft – und mit uns als Eltern braucht es wohl noch zusätzliche Nervenstärke.

Welches Buch lesen Sie gerade?

Meistens lese ich, als berufsbedingter Bücherwurm, fünf bis zehn Bücher gleichzeitig. Die letzten Seiten habe ich gerade in Matthias Jüglers Roman „Raubfischen“ gelesen – ein großartiges neues Schriftstellertalent, das auch am 23. April in der Uwe-Johnson-Bibliothek zu Gast ist.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Ich hatte schon lange nicht mehr das Gefühl, etwas im TV verpasst zu haben.

Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Ganz klar: beim Fußball! Das eigene Spiel trug mir früher den Spitznamen „Eisenfuß“ ein. Ich habe dem Fußball jedoch zu Gunsten von Badminton entsagt, wo meine Gegner durch ein Netz von mir getrennt sind.

Wen würden Sie gerne mal treffen?

Den Historiker Fritz Stern und den Schauspieler Christopher Lee – abends an einer Feuerschale mit einem Glas guten Rotweins.

Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?

Gewürzexperimente aus der europäischen Küche – und ab und zu ein indisches Gericht.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Rio Reiser „Für immer und dich“, unser gemeinsames Lied bei der Hochzeit.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Eine Reise nach Lissabon, für die alle meine Freunde zusammengelegt haben – eine Stadt voll romantischen Verfalls einer heruntergekommenen ehemaligen Kolonialmacht.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Ein selbstreinigendes Haus an der Ostsee.

Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Die meisten Rentner, die ich getroffen habe, behaupten es gäbe keine Freizeit als Rentner; aber im Zweifelsfall werde ich wohl dann etwas lesen oder mir das Kopfkino eines Hörspiels gönnen – und da war ja noch die Feuerschale...

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?

Einem unserer Leser, Andreas Gottschalk, von den Klinikclowns „Rostocker Rotznasen“, weil es ein tolles Programm ist, das Aufmerksamkeit verdient!









 

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