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Bücherflohmarkt : Bücherklappe in Südstadt 24 Stunden am Tag geöffnet

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Joachim Lentz hat in seinem stationären Bücherflohmarkt in der Barlachstadt um die 10 000 Titel.

Für Leseratten ist es ein Geheimtipp: seit einigen Jahren betreibt Joachim Lentz auf dem Gelände einer Gärtnerei in der Güstrower Südstadt einen stationären Bücherflohmarkt. Von der zu DDR-Zeiten monatlich erschienenen Roman-Zeitung aus dem Verlag Volk und Welt bis zum heute noch gängigen Groschenroman, vom Klassiker bis zum aktuellen Bestseller kann der Bücherfreund unter zirka 10 000 Titeln wählen.

Da steht die Honecker-Biografie neben Dieter Nolls „Die Abenteuer des Werner Holt“ und dem „Feuergott der Merranen“ aus der Smaragdenstadt-Reihe von Alexander Wolkow. „Ich habe auch viele Kinderbücher, denn die wurden früher wirklich gut gemacht“, sagt der 54-Jährige, der keinen Fernseher besitzt und stattdessen lieber zu Büchern greift. Einen Lieblingsschriftsteller hat er nicht. „Zurzeit befasse ich mich gerade mit utopischer Literatur und Büchern über Ostpreußen“, erzählt er. Zu seinem Stammpublikum zählt Lentz auch Senioren, die zum Tauschen in sein Bücherparadies kommen. Dafür stehen kistenweise Arzt-, Western-, Liebes-, oder Soldatenromane bereit.

In seinem Bücherreich anzutreffen ist Joachim Lentz an jedem Sonnabend zwischen 10 und 14 Uhr. Leider musste er jetzt einen herben Verlust verkraften. Sein grüner Transporter, der in der Stadt auffiel, hat nach über 25 Jahren den Geist aufgegeben. Damit fällt für Lentz die Teilnahme an mobilen Flohmärkten in der Region vorerst weg. Wer Bücher übrig hat und sie nicht beim Altstoffhandel entsorgen will, kann sie in den Pfahlweg 1a bringen. Selbst wenn Lentz nicht in seinem Domizil anzutreffen ist – seine Bücherklappe neben der Eingangstür ist 24 Stunden am Tag geöffnet.  


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