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Bibliothek : Bücher auch im digitalen Zeitalter noch wertvoll

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrower Uwe-Johnson-Bibliothek erklärt Schülern die Herstellung von Büchern früher und heute

„Hier seht ihr eine Buchpresse aus den 1920er-Jahren. Damit wurde das Buch früher in Form gebracht“, erklärt Dr. Tilmann Wesolowski von der Uwe-Johnson-Bibliothek Güstrow den Mädchen und Jungen der Klasse 2b der Kerstingschule Güstrow. Er zeigte ihnen jetzt mit Hilfe alter Geräte jeden einzelnen Schritt, um ein Buch herzustellen.

Kein Datenträger hält so lange wie das Buch. „Wir wollen deutlich machen, welchen Stellenwert das Buch auch im digitalen Zeitalter noch hat“, erklärt der Bibliotheksmitarbeiter das Ziel dieser Idee. Für dieses neue Projekt, das die Bibliothek auch zukünftig Schulklassen anbieten möchte, gab es von der Volks- und Raiffeisenbank immerhin 500 Euro. Nicole Weigel überreichte den symbolischen Scheck und überzeugte sich von der Begeisterung der Schüler, sich selbst ein kleines Buch zu erstellen. „Es ist ein Projekt zum Anfassen und ein Bildungsprojekt für Kinder“, begründet die Mitarbeiterin die Unterstützung der Bank.

Die 25 Mädchen und Jungen waren sehr erstaunt, als sie erfuhren, dass ein Buch Stück für Stück auf großen Papierbögen gedruckt wird und erst danach durch Falten, Schneiden und Binden letztlich zu einem Buch wird. Die Schüler besuchen die Bibliothek regelmäßig mit ihrer Lehrerin Annika Gowin. „Alle vier Wochen tauschen wir unsere Bücher“, erzählt die Lehrerin. Nun wissen sie auch, wie früher Bücher entstanden sind und welche Unterschiede es zur heutigen Herstellung gibt. Und sicher wird durch dieses Projekt das Anliegen der Bibliothek voran gebracht. „Wir möchten, dass Bücher nicht nur gefallen, sondern auch der Wert des Buches an sich eine Rolle spielt“, so Tilmann Wesolowski. In der digitalen Welt sei dies eine wichtige Aufgabe.




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