Rosengarten Güstrow : Buddelflink in Höchstform

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Hunderte Maulwurfshaufen „zieren“ den Güstrower Rosengarten / Insektenfresser fühlt sich sichtlich wohl

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17. März 2016, 05:00 Uhr

Im Rosengarten hat der Maulwurf ganze Arbeit geleistet. Was für die einen ein Zeichen dafür ist, dass sich das unter Schutz stehende Tier augenscheinlich sehr wohlfühlt, sehen andere eher als Katastrophe. Die schwarzen Erdhügel stören das Bild einer grünen Wieselandschaft. „Tendenz zunehmend“, meint Hans-Peter Schröder, Leiter des Baubetriebshofes der Stadt. „Die Tiere verrichten ihr normales Geschäft“, urteilt dagegen Thorsten Manthey von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises.

In der nächsten Woche oder auch erst nach Ostern werde man mit Traktor und Schleppe über die Flächen fahren und sie wieder einebnen, kündigt Schröder an. Sollten dem Baubetriebshof demnächst Ein-Euro-Jobber zur Verfügung stehen, so könnten diese auch vom Treiben des Maulwurfs geprägte öffentliche Grünflächen harken. „So schlimm wie im Rosengarten ist es aber sonst nirgends“, berichtet der Leiter des Baubetriebshofes.

„Es ist ein großer Park mit gut grabbarem Boden und einer gewissen Feuchtigkeit, die dem Maulwurf sehr entgegen kommt“, stellt Manthey fest. Als Insektenfresser findet er im feuchten, schweren Böden seine Leibspeisen, u.a. Regenwürmer. „Der Standort ist ideal“, betont Manthey. Buddelflink habe seine Winterruhe beendet und losgelegt. Entgegen kommen ihm zu dieser Jahreszeit außerdem, dass die Rasenflächen im Rosengarten kaum betreten werden. „Das Tier reagiert empfindlich auf Erschütterungen. Wenn die Menschen im Sommer die Rasenflächen mehr nutzen, zieht er sich von allein zurück“, erklärt der Mitarbeiter der Naturschutzbehörde. Zu beobachten sei das auch auf Grünflächen, auf denen Schafe weiden. Dort sei der Maulwurf selten. „Es ist das Frühjahr, in dem die Aktivitäten des Tieres auf der Suche nach Nahrung besonders auffallen“, stellt Manthey fest. In der Regel reiche es aus, die Flächen zu planieren.

Aus der Sicht der Naturschutzbehörde ist der Maulwurf selten ein Thema. Allenfalls frage mal ein Sportverein nach, was gegen den fleißigen Wühler getan werden könne und bekäme zur Antwort, dass es sich um eine besonders geschützte Art handele. Mit dem Spaten erschlagen geht gar nicht. Es gebe aber Möglichkeiten ihn u.a. mit Duftstoffen zu vergrämen.

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