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Verkehr : Brückenbau: Verkehr sucht sich neue Schleichwege

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Die Anwohner zwischen Diekhof und Recknitz sind genervt, denn die inoffizielle Umleitungen wird stärker befahren als offizielle.

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erstellt am 28.Apr.2017 | 05:00 Uhr

Die Nerven von Ingrid Strauch liegen blank. Das Haus der Rentnerin in Knegendorf liegt an der zurzeit am stärksten befahrenen inoffiziellen Umleitungsstrecke im Landkreis. Mit der im Bau befindlichen Brücke über die Autobahn 19 zwischen Glasewitz und Plaaz und der gleichzeitigen Vollsperrung der Ortsdurchfahrt in Zapkendorf wegen Straßenbauarbeiten, schlängelt sich jetzt auch der Schwerlastverkehr auf dem Schleichweg zwischen Diekhof und Recknitz – direkt am Haus von Ingrid Strauch vorbei.

„Hier fährt alles, am Tag bis zu 200 Lastwagen. Sie fahren fast durch mein Wohnzimmer. Alles vor dem Haus ist schon kaputt gefahren“, schimpft die Knegendorferin. Durch ihr Wohnzimmerfenster beobachtet sie oft gleich fünf Lastwagen, die sich hintereinander durch das Dorf schieben. „Unerträglich.“

Doch auf Entlastung kann Ingrid Strauch während der Bauarbeiten nicht hoffen. „Unsere ausgeschilderte Umleitung führt auf die B 108 bis Laage und dann auf die B 103“, sagt Ronald Normann vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr in Klueß, zuständig für den Brückenneubau. „Wir nutzen nur Bundes- und Landesstraßen für Umleitungen.“ Dennoch würden die „inoffiziellen Umleitungen“, wie über Knegendorf, wesentlich stärker befahren, gibt er zu. „ Auf dieser Strecke gibt es keine Tonnagebegrenzung, also kann hier auch jeder lang fahren“, so Normann. Er bemängelt, dass gleichzeitig mit dem Brückenneubau, der im September beendet sein soll, die Dorfstraße in Zapkendorf saniert wird. „Das hätte man besser planen müssen.“

Ende Juli soll die Straße in Zapkendorf fertig sein, informiert Bürgermeister Holger Büttner. Er weiß, dass jetzt viele die kurze Umleitung zwischen Diekhof und Recknitz nehmen. „Das muss man aushalten. Die Zeit ist ja absehbar“, sagt Büttner. Die Leute würden jetzt merken, wie es sei, an einer Hauptstraße wie in Plaaz zu wohnen. Aber bald kehre in Knegendorf wieder Ruhe ein, meint er.  

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