Heisser Draht: Schöninsel : Brücken-Überfahrt nicht für jeden

Um einen möglichen Einsatz der Feuerwehr auf Schöninsel zu jeder Zeit zu gewährleisten, gibt es eine Slip-Anlage für Bootsbetrieb (links). Die Brücke jedenfalls bleibt gesperrt.
Um einen möglichen Einsatz der Feuerwehr auf Schöninsel zu jeder Zeit zu gewährleisten, gibt es eine Slip-Anlage für Bootsbetrieb (links). Die Brücke jedenfalls bleibt gesperrt.

Weg nach Schöninsel weiterhin für Allgemeinheit gesperrt - Planungsstart für Neubau noch nicht erfolgt.

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04. Januar 2018, 05:00 Uhr

Die Brücke nach Schöninsel bleibt gesperrt. Bauliche Mängel lassen es nicht zu, dass sie für den öffentlichen Verkehr jeder Art freigegeben wird, hatte die Güstrower Stadtverwaltung vor gut einem Jahr verfügt. Unser Leser Bernd Siedler, der als Angler früher regelmäßig auf der Brücke sein Petri Heil suchte, habe neulich nun sehen müssen, wie jemand mit dem Auto rüberfuhr. Offensichtlich Bewohner oder Bewirtschafter der Bebauungen auf der Insel. „Das kann ja wohl nicht sein“, meint Bernd Siedler, „entweder ist behördlich gesperrt oder nicht. Das muss dann doch für alle gelten.“ Im Rathaus habe er erfahren, dass die Besitzer des Eilandes dies auf eigene Gefahr dürften und dafür auch unterschreiben müssten, dass sie für mögliche Folgen selbst aufkommen müssen. „Ich würde auch gerne auf eigene Gefahr auf die Brücke gehen“, sagt der Angler Bernd Siedler.

Die Antwort, auch wenn sie ihn nicht zufrieden stellt, hatte der Güstrower also bereits im Rathaus bekommen. Wie aber steht es um den geplanten Ersatzbau für die Brücke auf das beliebte Erholungsziel der Güstrower? Zielvorstellung sei es gewesen, im vergangenen Jahr bereits den Planungsstart hinzulegen, gibt Bürgermeister Arne Schuldt auf SVZ-Nachfrage Auskunft. Das Geld dafür sei im Nachtragshaushalt eingestellt gewesen, leider klappte es noch nicht. Die Stadt sei immer noch in der Abstimmung mit allen Beteiligten, was die Ausschreibung beinhalten soll und muss. Maßgeblich seien die Anforderungen des Brandschutzes. Ginge es jedoch nur danach, dann wäre „eigentlich ein schwerer Betonbau erforderlich“, so Schuldt. Die Ausführung des Viaduktes sei also technisch noch nicht gelöst. Ein Betonbau sei aus Sicht der Stadt jedoch wirtschaftlich nicht vertretbar. Fazit: Es sei also baulich noch völlig unklar, was gebaut werden soll, so Schuldt. „Das ist praktisch noch alles offen. Und grundsätzlich fehlt auch noch der Förderhintergrund.“

Laut Maßnahmeplan der Stadt ist der Brückenbau ab dem Jahr 2020 ins Auge gefasst – wenn entsprechende Förderung bereit steht, auch früher.

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