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Güstrower Anzeiger

16. Dezember 2017 | 15:39 Uhr

Brinckman-Ehrung : Brinckman-Ehrung geht weiter

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

„Plappermoehl“ und Festsitzung im Bürgerhaus

Die großen Feiern und Festveranstaltungen zum 200. Geburtstag John Brinckmans am und um den 3. Juli sind vorbei. Aber das Erinnern an den niederdeutschen Dichter, der in Güstrow seine großen plattdeutschen Werke schrieb, hält an.

So zeichnete der NDR im gut besuchten Güstrower Bürgerhaus eine Folge der beliebten „Plappermoehl“ auf. Im Mittelpunkt stand Brinckmans Geburtstag, zu dem sich auch Güstrower äußerten, wie etwa Dieter Kölpien, der als Vorsitzender des Festausschusses „Brinckman 200“ die zahlreichen Aktivitäten bündelte. In einem Flyer, der in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung entstand, sind fast 50 Veranstaltungen zum Jubiläum des Dichters aufgelistet. Als Mitglied der Güstrower Plattsnacker hatte Kölpien darüber hinaus die Spendensammlung für die Instandsetzung der Grabanlage mit angeschoben. „Wir hätten ihn doch nicht ehren können, wenn sein Grab so verwahrlost geblieben wäre“, beantwortete er eine Frage von Moderatorin Susanne Bliemel.

Derzeit läuft wieder eine Spendenaktion. Dieses Mal soll der Brinckman-Brunnen saniert werden. Hannelore Garloff, ebenfalls Teilnehmerin der „Plappermoehl“-Runde, war für das handgeschriebene Kochbuch der Elise Brinckman zuständig. Die ehemalige Gastronomin hatte daraus das Rezept des „Tüffelkaukens“ ausprobiert. „Eine feine Sache: Man braucht kein Fett und kein Backpulver, dafür lediglich Kartoffeln, Zucker, ganz wenig gemahlene Mandeln, allerdings auch zehn Eier“, erzählte sie.

Ausführlich berichtete der Journalist Gerd Richardt über die umfangreichen Recherchen zu der ersten Bildbiographie über Brinckman, die er gemeinsam mit Wolfgang Siegmund vorgelegt hat. Dafür erhält das Autoren-Duo demnächst den Fritz-Reuter-Literaturpreis. Ausgestrahlt wird die „Plappermoehl“, bei der außerdem der Güstrower Günter Hemp mitwirkte, bei Radio MV am 27. September um 19.05 Uhr.


Brinckman-Ehrungen: weitere Termine


Eine ausführlichere Bilanz des Brinckman-Jahres zog Dieter Kölpien auf der sich anschließenden Festsitzung des Ausschusses. Dabei erinnerte der Vorsitzende an Höhepunkte wie die Festveranstaltungen in Güstrow und Rostock, an den sensationellen Fund eines Brinckman-Briefes oder an die Übergabe von zwei Bildern, die den Dichter und seine Frau zeigen, durch Urururenkelin Julia Brinckman. Stützen konnte sich der Festausschuss auf die Mitarbeit von zirka 100 Brinckmanfreunden in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Besonders aktive Mitstreiter würdigte der Ausschuss mit einer Ehrenurkunde.

Geschlossen wird das Kapitel Brinckman-Ehrung aber noch nicht. „Der Flyer muss noch abgearbeitet werden“, meint Dieter Kölpien schmunzelnd. So gibt es unter anderem zur Güstrower Kunstnacht am 2. Oktober maritime Lieder und Texte aus Brinckmans „Peter Lurenz bi Abukir“ in der Johnsonbibliothek. Am 16. Oktober stellen sich niederdeutsche Autoren vor. Die Güstrowerin Gisela Scheithauer, der Pastor in Ruhe Gerhard Voß sowie die Musikerin Renate Gebauer schließlich gestalten am 15. November einen Brinckmanabend im Schloss.


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