Brinckman-Brunnen: Schönheitskur für „Voß un Swinegel“

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16. April 2015, 06:00 Uhr

Am Brinckman-Brunnen „Voß un Swinegel“ in Güstrow haben gestern die Sanierungsarbeiten begonnen. „Nach einer Grundreinigung mit einem säurefreien Mittel schließt sich ein schonender Reinigungsgang mit Kärcher und heißem Wasser an“, erläutert Steinmetzmeister Thomas Borgwardt. Zum Entfernen des dicken Kalkbelages, vor allem beim Igel, wird ein spezielles Reinigungsgel für Bronze eingesetzt. Danach steht die Erneuerung der Fugen auf dem Programm. Schadstellen an der Stele und der Brunneneinfassung werden zudem ausgebessert.

Vor mehr als 100 Jahren hat der Plauer Bildhauer Prof. Wilhelm Wandschneider (1866 bis 1942) das Denkmal für den niderdeutschen Schriftssteller John Brinckman (1814 bis 1870) gefertigt. Als Motiv diente ihm eine Szene aus der Erzählung „Voß un Swinegel orrer das Brüden geiht üm“, die 1854 bei Opitz & Co in Güstrow gedruckt worden war. Max Brinckman, der älteste Sohn des Dichters, stiftete das Denkmal. Es wurde am 3. Juli 1908, dem 94. Geburtstag Brinckmans, feierlich enthüllt. Als in den 1960er-Jahren die Straßenführung am „kleinen Alex“ geändert wurde, erhielt der Brunnen einen um wenige Meter versetzten neuen Standort. Die Güstrower Plattsnacker, die unter dem Dach der Brinckmangesellschaft wirken, sammelten über eine Spendenaktion das für die Sanierung notwendige Geld. So werden sich „Voß un Swinegel“ zum Brunnenfest am 3. Mai in neuem Glanz präsentieren.

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