Landtagswahl 2016 : Briefwahl schon rege genutzt

Im Güstrower Ratssaal erwartet u.a. Verwaltungsstudentin Stefanie Ehlert, die derzeit ein Praktikum in der Stadtverwaltung absolviert, Wähler, die schon vor dem 4. September ihre Stimme abgeben wollen.
Im Güstrower Ratssaal erwartet u.a. Verwaltungsstudentin Stefanie Ehlert, die derzeit ein Praktikum in der Stadtverwaltung absolviert, Wähler, die schon vor dem 4. September ihre Stimme abgeben wollen.

Großes Interesse an Landtagswahl zeichnet sich in Güstrow ab: schon über 1500 Briefwähler.

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24. August 2016, 21:00 Uhr

Offizieller Wahltag für die Wahl des Landtages 2016 in Mecklenburg-Vorpommern ist Sonntag, der 4. September. Aber bereits seit Anfang der vergangenen Woche kann, wer am 4. September verhindert ist oder seine Zeit anders verbringen möchte als im Wahlbüro, wählen gehen. In Güstrow hätten davon bis gestern Mittag schon über 1500 Bürger Gebrauch gemacht, gibt Gemeindewahlleiterin Cornelia Prüfer Auskunft. Das sind Wähler, die ihren Wahlschein beantragt oder gleich direkt im Ratssaal gewählt haben. Prüfer: „Das ist eine hohe Zahl. Sonst haben wir am Ende rund 2000 Briefwähler insgesamt. Diesmal werden es wohl mehr werden. Dieses Interesse war abzusehen, viele fragten schon nach, bevor wir das Wahllokal im Ratssaal geöffnet haben.“ Bis zum Freitag der kommenden Woche, den 2. September, könnten noch Wahlscheine für die Briefwahl beantragt werden. Danach gehe das nur in Ausnahmefällen. Auch müsse der Wähler darauf achten, dass der Wahlschein bis spätestens 18 Uhr am 4. September bei der zuständigen Wahlbehörde eintrifft.

Diese zu finden, sorgte sich Heinz Kopp. Der Kühlungsborner habe eine Güstrowerin zu betreuen, die den Wahlschein beantragen wollte. Doch auf der Wahlbenachrichtigung vermisste er die Adresse der Wahlbehörde. Diese auf die Wahlbenachrichtigung zu drucken, habe man in diesem Jahr bewusst verzichtet, sagt Cornelia Prüfer. „Bisher hatten wir den Markt 1, also das Rathaus, immer angegeben. Vielfach führte das jedoch zu Missverständnissen: Am Wahltag wollten Bürger im Rathaus ihre Stimme abgeben – das geht jedoch nicht. Am Wahltag müssen sie den auf der Wahlbenachrichtigung angegebene Wahlraum aufsuchen.“ Die gute Absicht, überflüssige Wege zu ersparen ging denn wohl schief. Gut eine handvoll Bürger hätten sie bereits auf den Mangel hingewiesen, sagt Prüfer. Mit dem Telefonanruf sei das dann problemlos geklärt worden. Es sei auch schon ein Brief zurückgekommen, der ohne „Markt 1“ den Weg ins Rathaus fand, auf dem lediglich die „Gemeindewahlbehörde Güstrow“ als Adresse stand. Die Post kennt sich offensichtlich aus. „Aber so, wie es jetzt ist, soll es natürlich auch nicht sein. Wir werden das bei der nächsten Wahl wieder richtig draufschreiben“, verspricht die Gemeindewahlleiterin Besserung. Ansonsten wären die Form und der Inhalt der Wahlbenachrichtigung durch die Verwaltungsvorschrift des Landes vorgegeben.

Eine telefonische Antragstellung auf Zusendung des Wahlscheines sei übrigens nicht möglich. Den Antrag für die Briefwahl könne man aber, wenn man nicht persönlich zu den Sprechzeiten im Rathaus vorsprechen kann, unter www.guestrow.de auch online stellen. Seite 11

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