ausstellung : Briefmarken des Weltkriegs

Hartwig Tschirschwitz hängte gestern die Ausstellung.
Hartwig Tschirschwitz hängte gestern die Ausstellung.

Ausstellung Güstrower Philatelisten im Rathaus / Denkmal des einstigen Gefangenenlagers in Erinnerung rufen

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19. Juli 2014, 06:00 Uhr

Der bevorstehende 100. Jahrestag des Beginns des 1. Weltkriegs ist auch für Philatelisten ein interessantes Thema. Die Briefmarkenfreunde Güstrow haben dieses weltgeschichtliche Ereignis zum Anlass genommen und eine kleine Ausstellung im Rathaus eingerichtet. „Nach einer allgemeinen Einführung zu Hintergründen und Propaganda rund um den Kriegsausbruch haben wir postalische Belege aus jener Zeit zusammengesucht“, sagt Hartwig Tschirschwitz, der bei den Briefmarkenfreunden als Schriftführer fungiert. „Wir sind keine Historiker“, betont er, „haben aber einen Bezug zu Güstrow gesucht und mit dem Kriegsgefangenenlager auch gefunden.“ Das Lager in Bockhorst stellt denn auch einen Schwerpunkt der kleinen, auf acht Bilderrahmen disponierten Schau dar. Hier sind speziell historische Postkarten und andere kleinere Dokumente zu sehen, und natürlich auch Briefmarken aus der späten Kaiserzeit.

Jedes Jahr stellten die Güstrower Briefmarkenfreunde eine Ausstellung zu einem bestimmten Thema zusammen, sagt Tschirschwitz. Diesmal gehe es ihnen darum, die Gedanken an das ehemalige Kriegsgefangenenlager wach zu halten, in dem vor allem Franzosen, Belgier und Russen kampierten und starben. „Der Zustand des Denkmals muss unbedingt verbessert werden“, plädiert Tschirschwitz dafür, dass sich der Förderverein oder Schülerprojekte – beispielsweise – des Zeitzeugnisses annehmen. „Vielleicht ja zum 100. Jahrestag der Errichtung dieses Gedenksteins durch die Gefangenen, was im April 2018 wäre“, denkt Tschirschwitz.

Die Ausstellung im Rathaus ist den Sommer über zu besichtigen. Auf einem Beistelltisch liegt übrigens auch philatelistische Literatur aus. Gedacht zum darin Blättern, aber bei Interesse auch zum Mitnehmen.


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