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Rühn richtet Landeserntedankfest 2012 aus : Brennen für eine "fixe" Idee

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Rühn hat das 22. Landeserntedankfest in die Region geholt. Erst war es nur eine „fixe“ Idee. Doch mittlerweile ist schon viel mehr daraus geworden. Am 7. Oktober ist die Großveranstaltung geplant.

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erstellt am 10.Feb.2012 | 06:58 Uhr

Rühn | Rühn hat das 22. Landeserntedankfest in die Region geholt. Erst war es nur eine "fixe" Idee. Doch mittlerweile ist schon viel mehr daraus geworden. Am 7. Oktober ist die Großveranstaltung geplant. Motto: "Altes Kloster - neue Ernte". Nun heißt es zusammenrücken und anpacken, um gute Gastgeber zu sein.

Als vor knapp vier Wochen Altkalen dem Landwirtschaftsminister eine Absage erteilte, hatte David Pilgrim vom Klosterverein Rühn eine "fixe Idee", wie er selbst zugibt. Er griff zum Telefon und rief Rühns Bürgermeister Hans-Georg Harloff an. "Dann haben wir entschieden, wir schmeißen den Hut in den Ring", erzählt Pilgrim. Und Rühn bekam nun den Zuschlag.

Bevor die Entscheidung fiel, habe er aber viele Gespräche geführt, sagt Hans-Georg Harloff. "Denn von Anfang an stand fest, uns geht es ja ähnlich wie Altkalen. Die haben auch wegen des Geldes abgesagt. Also war mir klar, dass es nur zusammen geht. Die Gemeinde auf der einen Seite und der Verein auf der anderen", so der Bürgermeister. "Und noch eines ist wichtig. Natürlich ist es eine weitere Werbung für das Kloster. Aber wir machen es nicht nur für Rühn, sondern es ist eine Chance für die ganze Region."

David Pilgrim ergänzt selbstbewusst: "Wir haben als Verein in den vergangenen Jahren schon Erfahrungen mit solchen großen Veranstaltungen gesammelt, haben beim Klosterfest 6000 bis 7000 Besucher. Da sollte uns die Organisation für 10 000 bis 15 000 Gäste auch gelingen." Mit solchen Besucherzahlen wird gerechnet.

Man erhebe aber bewusst nicht den Anspruch und verfolge auch nicht das Ziel, es noch besser zu machen, als die Gemeinden, die bisher Gastgeber waren. Nicht noch größer ist das Motto, sondern viel mehr: "Wir wollen dem Namen Erntedankfest gerecht werden", so Pilgrim. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Deshalb schraube man auch den Etat herunter. Hatte Altkalen mit Ausgaben von 40 000 Euro gerechnet, geht man in Rühn von rund 30 000 Euro aus. "10 000 Euro kommen vom Land. Den Rest wollen, müssen wir durch Sponsoren aufbringen." Das allein ist schon eine Herkulesaufgabe. Das wissen die Initiatoren, die sich zuvor auch die Rückendeckung des Landwirtschaftsministerium und der Kommunalaufsicht des Landkreises eingeholt haben.

Gemeinde und Verein setzen aber vor allem auf das stärkere Zusammenrücken der Region. "Wir sind dabei und werden alles dafür tun, dass es eine schöne Geschichte wird", sagt Katrin Kauer, Geschäftsführerin des Bauernverbandes Bützow. Sie und auch der Verbandsvorsitzende Manfred Bissa waren von der Bewerbung Rühns überrascht worden. "Eine große Aufgabe", sagt Bissa noch ein wenig verhalten. Das gehe natürlich nicht allein, Rühn brauche da viel Hilfe und Unterstützung.

Darauf setzt auch Sebastian Constien. Er schaut auf diesen Höhepunkt nicht nur als Bürgermeister von Bützow, sondern auch als leitender Verwaltungsbeamter des Amts Bützow-Land. "Es ist wichtig, dass jetzt auch die Nachbargemeinden mithelfen."

"Rühn sei verrückt." Solche erste Reaktionen habe er ganz am Anfang auch gehört, gibt Hans-Georg Harloff zu. Doch mittlerweile gibt es schon ganz andere. Von "toll, was ihr da macht", bis hin zu ersten Anfragen von Chören, die nach Rühn kommen wollen, erzählt der Rühner Bürgermeister.

Ihm und allen anderen ist dabei bewusst, dass eine solche Herausforderung für den einzelnen auch nach hintern losgehen kann. Damit das nicht passiert, gilt es, die Organisation auf breite Schultern zu verteilen. Noch in diesem Monat werden Arbeitsgruppen gebildet, die dann in die Vollen gehen.

"Natürlich darf das Fest finanziell nicht zu Lasten von Rühn gehen", sagt Bürgermeister Sebastian Constien.

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