Tag der offenen Töpferei : Breites Spektrum

Armin Rieger macht Skulpturen, Tassen, Plaketten und arbeitet gern mit Schülern

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09. März 2014, 23:00 Uhr

Helga und Dieter Marksteiner fahren seit Jahren zum Tag der offenen Töpferei durchs Land. Viel habe sie dabei gelernt, aber wie man eine Flasche oder eine Vase mit einem ganz schlanken Hals hinbekommt, das war ihnen bisher rätselhaft. Armin Rieger verzichtete auf theoretische Erklärungen, sondern warf die Töpferscheibe an und zeigte es den Besuchern aus Neubrandenburg.

Auf dem Weg von einer zur anderen Töpferei lerne man ein Stück Heimat kennen, beschreibt das Ehepaar einen wunderbaren Nebeneffekt der Aktion der Töpfer. „Man lernt kleine Dörfer abseits der großen Straße kennen, an denen man sonst vorbei fährt“, erklärt Helga Markstein. Und man sehe, wie z.B. unter fast archaischen Bedingungen Töpfer arbeiten würden, fügt Dieter Marksteiner hinzu. Als Armin Rieger 1979 nach Mecklenburg kam, sei die heutige Werkstatt noch ein Kuhstall gewesen, erzählt der Keramiker. Im Juni werden es 35 Jahre, dass er in Bergfeld als Keramiker tätig ist. Seit Monaten schon beschäftige er sich mehr mit Porzellan und habe selbst eine Porzellanmasse entwickelt, mit der er experimentiere. Erste Probebrände seien vielversprechend. „Ende August will ich das Ergebnis in einer Ausstellung zusammen mit einem litauischen Maler in Ahrenshoop vorstellen“, kündigt Armin Rieger an. Dabei gehe es ihm um einen möglichst hohen Weißheitsgrad und passable Bedingungen für die Bearbeitung der Porzellanmasse auf der Töpferscheibe.

Gerade hat der Keramiker Plaketten für die Teilnehmen des Darß-Marathons Ende April gefertigt. „Man muss vielseitig sein“, lautet seine Überlebensstrategie. Dazu gehört sei Jahren für den 64-Jährigen auch die vom Schweriner Bildungsministerium geförderte Aktion „Künstler für Schüler“. In diesem Jahr ist Armin Rieger in der Pogge-Schule in Lalendorf.

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