Breitbandversorgung – Es geht los

In MV stellt der Bund 80 Millionen Euro für schnelles Internet zur Verfügung.
In MV stellt der Bund 80 Millionen Euro für schnelles Internet zur Verfügung.

Landkreis stellt erste Fördermittelanträge für drei Gebiete / Auch Krakow am See profitiert

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29. Januar 2016, 13:12 Uhr

In Sachen schnelles Internet auf dem Land keimt Hoffnung auf. Der Landkreis Rostock hat in dieser Woche die ersten Anträge für drei Fördergebiete gestellt. Diese betreffen das Amt Bützow-Land, Teile des Amtes Tessin sowie der Ämter Carbäk und Rostocker Heide. Nutznießer der Breitbandstrategie der Bundesregierung wird auch das Amt Krakow am See sein.

Peter Schönfeld, Breitbandkoordinator des Landkreises, verweist auf zwei Förderprogramme. Das eine stellt explizit auf den ländlichen Raum und finanzschwache Kommunen ab. Hier stehen dem Land MV 80 Millionen Euro vom Bund zur Verfügung. Davon können das Amt Krakow am See sowie drei Gemeinden aus dem Amt Mecklenburgische Schweiz profitieren. Ein Interessenbekundungsverfahren ist abgeschlossen, die Anbieter für den Netzausbau stehen bereit.

Auch für die Projekte, die über das zweite Förderprogramm laufen, hat es ein Interessenbekundungsverfahren gegeben. „Anbieter haben ihr Interesse signalisiert und sind bereit, bei entsprechender Förderung die Netze auszubauen“, sagt Schönfeld. Im zweiten Programm ist die Wirtschaftlichkeitslücke das Kriterium. Heißt: Ein Anbieter für den Netzausbau stellt seine Ausgaben den zu erwartenden Einnahmen gegenüber. Die Lücke soll über Fördergelder geschlossen werden. Der Basisfördersatz liegt grundsätzlich bei 50 Prozent, kann aber bis auf 70 Prozent erhöht werden, wenn es sich um ein Gebiet mit geringer Wirtschaftskraft handelt. Dieses Geld, so erklärt Peter Schönfeld, kommt vom Bund. 20 Prozent legt anschließend das Land MV drauf, sodass der Breitbandausbau die Kommunen mit zehn Prozent der Ausbaukosten belastet. Wann der Netzausbau in den genannten Gebieten tatsächlich geschieht, ist offen.

In dem Verfahren mit 14 Schritten bis hin zum Fördermittel-Verwendungsnachweis ist derzeit erst Schritt 2 erreicht, erklärt Schönfeld. Der Landkreis wirkt dabei als Koordinator und Mittler. Er unterstützt die Kommunen bei der Beantragung, macht Ausschreibungen, arbeitet dabei eng mit dem Breitbandkompetenzzentrum des Landes MV zusammen und reicht die Fördergelder weiter. Laut Breitbandstrategie der Bundesregierung soll bis 2018 eine flächendeckende Grundversorgung mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde in ganz Deutschland erreicht sein.

Sind die drei genannten Fördergebiete auf den Weg gebracht, startet der Landkreis zusammen mit dem Breitbandkompetenzzentrum im Februar einen zweiten Aufruf, um daraus die nächsten Projektgebiete zu entwickeln.  

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