Schnelles Internet : Breitbandversorgung – es geht los

Landkreis stellt erste Fördermittelanträge für drei Gebiete / Auch Krakow am See profitiert

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30. Januar 2016, 05:42 Uhr

In Sachen schnelles Internet auf dem Lande keimt Hoffnung. Der Landkreis Rostock hat in dieser Woche die ersten Anträge für drei Fördergebiete gestellt. Diese betreffen das Amt Bützow-Land, Teile des Amtes Tessin sowie der Ämter Carbäk und Rostocker Heide. Nutznießer der Breitbandstartegie der Bundesregierung wird auch das Amt Krakow am See sein.

Peter Schönfeld, Breitbrandkoordinator des Landkreises, verweist auf zwei Förderprogramme. Das eine stellt explizit auf den ländlichen Raum und finanzschwache Kommunen ab. Hier stehen dem Land MV 80 Millionen Euro zur Verfügung, Geld vom Bund, informiert Peter Schönfeld. Das Amt Krakow am See sowie drei Gemeinden aus dem Amt Mecklenburgische Schweiz können davon profitieren. Ein Interessenbekundungsverfahren sei gelaufen. Anbieter für den Netzausbau stehen bereit.

Auch für die Projekte, die über das zweite Förderprogramm laufen, hat es ein Interessenbekundungsverfahren gegeben. „Anbieter haben ihr Interesse signalisiert und sind bereit bei entsprechender Förderung die Netze auszubauen“, berichtet der Breitbandkoordinator des Landkreises. Im zweiten Programm ist die Wirtschaftlichkeitslücke das Kriterium. Heißt: Ein Anbieter für den Netzausbau stellt seine Ausgaben den zu erwartenden Einnahmen gegenüber. Die Lücke soll über Fördergelder geschlossen werden. Der Basisfördersatz liegt grundsätzlich bei 50 Prozent, kann aber bis auf 70 Prozent erhöht werden, wenn es sich um ein Gebiet mit geringer Wirtschaftskraft handelt. Dieses Geld, so erklärt Peter Schönfeld, kommt vom Bund. 20 Prozent legt anschließend das Land MV drauf, so dass der Breitbandausbau die Kommunen mit zehn Prozent der Ausbaukosten belastet.

Wann der Netzausbau in den genannten Gebieten tatsächlich geschieht, ist offen. In einem Verfahren mit 14 Schritten bis hin zum Fördermittel-Verwendungsnachweis befinden man sich derzeit im Schritt 2, macht Peter Schönfeld auf ein umfangreiches Prozedere aufmerksam. Der Landkreis wirkt dabei als Koordinator und Mittler. Er unterstützt die Kommunen bei der Beantragung, macht Ausschreibungen, arbeitet dabei eng mit dem Breitbandkompetenzzentrum des Landes MV zusammen und reicht die Fördergelder weiter. Laut Breitbandstrategie der Bundesregierung soll bis 2018 eine flächendeckende Grundversorgung mit mindestens 50 Mbit/s erreicht sein.

Sind die drei genannten Fördergebiete auf den Weg gebracht, startet der Landkreis zusammen mit dem Breitbandkompetenzzentrum im Februar einen zweiten Aufruf, um daraus die nächsten Projektgebiete zu entwickeln.  

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