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Brandkatastrophe in Güstrow : Brandstiftung auf Markt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Polizei geht davon aus, dass der Brand vergangenen Donnerstag gelegt wurde

von
erstellt am 20.Aug.2014 | 20:00 Uhr

Die Befürchtungen vieler Güstrower nach der Brandkatastrophe vergangenen Donnerstag auf dem Markt scheinen sich zu bestätigen: „Im Ergebnis der bisherigen Untersuchungen ist festzustellen, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Brandstiftung handelt“, informierte gestern Güstrows Polizeisprecherin Kristin Hartfil. Erinnerungen an die Brandserie 2004/05 werden wach, als ein Feuerteufel zahlreiche, teilweise denkmalgeschützte und leerstehende Gebäude in der Güstrower Innenstadt anzündete. Der oder die Täter wurden nie gefasst.

Dennoch: Die konkrete Brandursache könne gegenwärtig nicht näher bestimmt werden, heißt es von der Polizei weiter. Der zuständige Brandursachenermittler habe seine Untersuchungen abgeschlossen. Die eingesetzten Brandmittelspürhunde aus Berlin hätten keine verwertbaren Spuren gefunden. Nach Untersuchung der noch vorhandenen Elektroanlage durch einen Sachverständigen sei jedoch ein technischer Defekt ebenfalls auszuschließen. Da liegt Brandstiftung nahe.

Nach Aussage von Nermin Akan gegenüber SVZ, habe die Mutter der achtköpfigen Familie Akan, die bei dem Brand ihre Wohnung verlor, gegen 4.30 Uhr am Donnerstagmorgen zwei verdächtige Männer vor ihrem Haus beobachtet. Schon kurz darauf habe das Nachbarhaus lichterloh gebrannt. Bei dem Brand am 14. August wurden das Haus Markt 29 komplett und das Wohnhaus der Familie Akan, Markt 30, teilweise zerstört. An beiden Gebäuden entstand ein Brandschaden von insgesamt einer halben Million Euro, informiert die Polizei.

Konkrete Täterhinweise fehlen der Polizei noch. Die Ermittlungen werden fortgesetzt. Die Polizei bittet weiterhin um Mithilfe. Hinweise unter Telefon 0 38 43/26 60.


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