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Güstrower Anzeiger

24. November 2017 | 04:57 Uhr

Gleviner Strasse 3 : Brandruine verschwindet

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Zerstörtes Haus in der Gleviner Straße in Güstrow wird seit gestern abgerissen - Straße voraussichtlich in drei bis vier Wochen wieder frei.

von
erstellt am 04.Nov.2017 | 05:00 Uhr

Brutal greift der Abrissbagger in die historische Fassade des Hauses Gleviner Straße Nummer 3. Krachend stürzt die obere Etage der Brandruine zu Boden. Dann ist der kreisrunde Balkon dran, der dem Haus in der Güstrower Altstadt sein individuelles Aussehen verlieh. Auch dieses bedeutende architektonische Stilmerkmal geht in einer Staubwolke unter – bestaunt von zahlreichen Schaulustigen. Nach Monaten der Ungewissheit mit andauernder Straßensperrung wird die Gleviner Straße 3 seit gestern Morgen abgerissen.

Hausbesitzer Salih Akan steht daneben, als die Abrissarbeiten beginnen. „Ich musste das Haus abreißen lassen. Eine Restaurierung wäre viel zu teuer gewesen“, sagt er. Akan hatte in dem sonst unbewohnten Haus einen Gemüsehandel betrieben. Inzwischen ist er mit seinem Laden in die Hageböcker Straße umgezogen. „Es wird alles abgerissen, auch der Kemladen im Hinterhof“, informiert der Güstrower Händler. „Das ist endlich der Abschluss“, kommt es ihm über die Lippen. Doch er schiebt gleich hinterher: „Es kommt auf jeden Fall ein neues Haus drauf.“

Drei bis vier Wochen sollen die Abrissarbeiten jetzt dauern. Solange wird auch noch die Straßensperrung andauern. Danach soll die Gleviner Straße wieder frei sein. Das freut vor allem die hier ansässigen Geschäftsinhaber. „Herrlich, einfach toll“, sagt Rosemarie Severin, als sie den Abrissbagger beobachtet. „Endlich hat das Hickhack ein Ende.“ Sie hat ihr Wäschegeschäft schräg gegenüber der Brandruine. „Die Straßensperrung ist wirklich schlimm für die Gewerbetreibenden. Aber jetzt haben wir die Aussicht, dass die Straße bald endlich wieder frei ist“, sagt Rosemarie Severin.

Am zweiten Februar-Wochenende war im Dachstuhl des Hauses Gleviner Straße 3 ein Feuer ausgebrochen. Verletzt wurde niemand. Das als Einzeldenkmal deklarierte Haus aus dem 17. Jahrhundert wurde durch den Brand völlig zerstört und war danach einsturzgefährdet. Ein Baustatiker schätzte damals bereits ein, dass das Haus abgerissen werden müsste. Der Denkmalstatus war daraufhin aufgehoben worden.

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