Feuer im Breesen : Brand in geplanter Asylunterkunft

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Feuer heute Morgen im Dachstuhl eines leerstehenden Mehrfamilienhauses in Breesen. Polizei geht von Brandstiftung aus

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20. September 2015, 20:00 Uhr

Vermutlich fremdenfeindlicher Brandanschlag in Breesen: Am Sonntag gegen 9.45 Uhr brannte es in einem leerstehenden Mehrfamilienhaus an der B 108 in Breesen, das für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgesehen ist. „Nach ersten Ermittlungen ist von Brandstiftung auszugehen“, so gestern Polizeihauptkommissar Gert Frahm von der Güstrower Polizei gegenüber unserer Zeitung. „Ein Sachverständiger hat seine Arbeit zu den näheren Umständen des Brandes aufgenommen. Der polizeiliche Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Rostock hat die Ermittlungen aufgenommen, da ein fremdenfeindlicher Hintergrund nicht auszuschließen ist. “

Polizei und Feuerwehr wurden am Morgen aufgrund von Rauchentwicklung aus dem Dachbereich des Hauses an der B 108 in Breesen bei Laage gerufen. Das betroffene Mehrfamilienhaus ist derzeit unbewohnt. Nach Planungen des Landkreises ist es als Unterkunft für Flüchtlinge vorgesehen. Hier gibt es sechs Wohnungen zur dezentralen Unterbringung. Noch sind die Wohnungen allerdings nicht für die Asylsuchenden hergerichtet worden. Dass in dem Mehrfamilienhaus aber Flüchtlinge untergebracht werden sollten, war Ende August bei einer Einwohnerversammlung in Laage bekannt gegeben worden. „Das Gebäude wurde darauf in das polizeiliche Streifenkonzept aufgenommen. Ob eine Nutzung des Gebäudes als Flüchtlingsunterkunft noch möglich ist, kann derzeit noch nicht gesagt werden“, so Gert Frahm.

Die Kameraden der Feuerwehren Laage und Liessow hatten das Feuer schnell unter Kontrolle. Sie stellten bei ihrem Eintreffen auf dem Dachboden des Hauses eine etwa zweimal zwei Meter brennende Fläche fest. Das Feuer war bereits am verlöschen, so dass lediglich noch verbleibende Glutnester bekämpft werden mussten. Das Feuer beschränkte sich auf diese Fläche, von außen sind am Haus keine Schäden sichtbar.

Im Amtsbereich Laage sind bereits Flüchtlinge dezentral untergebracht, demnächst kommen noch mehr. So auch in die Gemeinde Diekhof. Ins Dorfgemeinschaftshaus wird am Montag um 18 Uhr zu einer Bürgerversammlung eingeladen, um die Aufnahme von Flüchtlingen vorzubereiten. Bei der Einwohnerversammlung in Laage Ende August war auch ein Netzwerk für die Stadt und den Amtsbereich ins Leben gerufen worden, um Asylsuchende zu unterstützen.

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.
 

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