Theaterprogramm : Borna statt Strand von Borneo

Am 6. Februar gibt’s mit „Robinson Grützke“ Kabarett.
Am 6. Februar gibt’s mit „Robinson Grützke“ Kabarett.

Das Februar-Programm im Ernst-Barlach-Theater Güstrow: Kabarett, Schauspiel, Konzert, Märchen

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27. Januar 2016, 06:00 Uhr

In den Februar startet das Ernst-Barlach-Theater mit vollem Haus: Für das Schattenspiel „Amazing Shadows“ am 4. Februar gibt es bereits keine Karten mehr. Knapp wird es auch schon für ein Konzert mit Captain Cook am 7. Februar und für „Musical Moments“ am 25. Februar.

Zum 6. Philharmonischen Konzert am 5. Februar um 19.30 Uhr erklingen Werke von Debussy, Britten und Dvorák. Nachdem Elsa Claveria, die 1. Konzertmeisterin der Neubrandenburger Philharmonie, in der vergangenen Saison bereits als Solistin in Chaussons Poem und Dvoráks Romanze für Violine und Orchester überzeugte, stellt sie sich mit Benjamin Brittens Violinkonzert op. 15 einer weiteren, sehr anspruchsvollen Aufgabe. Im Auftrag der Londoner „Philharmonic Society“ komponierte Antonin Dvorák 1884/ 85 seine Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70. Eröffnet wird der Konzertabend, den GMD Sebastian Tewinkel leitet, von Claude Debussys Petite Suite, die sowohl in ihrer originalen Klavierfassung als auch in der Orchesterbearbeitung von Henri Büsser bekannt wurde.

Auf einen verrückten Trip in die postmoderne Reisewelt mit Carolin Fischer und Ralf Bärwolff, erdacht und inszeniert von Mathias Tretter, kann man sich am 6. Februar gefasst machen. „Robinson Grützke“ heißen die Protagonisten in dem Spiel des Kabaretts academixer, bei dem die Darsteller am Klavier von Enrico Wirth begleitet werden. Nur soviel sei verraten: Wegen eines Tippfehlers beim Onlinebuchen landet das Ehepaar Grützke in seinem Sommerurlaub statt am Strand von Borneo in Borna…

Der Rock-und Gospelchor „Die Brücke“ gastiert am 20. Februar im Güstrower Theater. Mit modernen Popsongs und Gospels möchten die 15 Sängerinnen und Sänger um Chorleiter Matthias Knappe unterhalten. Besinnliche Filmmusik über die Liebe, Gospels und Songs aus dem Leben, einerseits nachdenklich, andererseits lebensbejahend und fröhlich.

„Schneewittchen und die sieben Zwerge“ bringt die Deutsche Tanzkompanie Neustrelitz in der Familienvorstellung am 21. Februar auf die Bühne. Das Tanzmärchen für Kinder ab 5 Jahren verknüpft Realität und Traum und erzählt zugleich die besondere Geschichte von Schneewittchen und einem siebenten Zwerg als fantastische Reise eines Kindes.
Dramatische und lyrische, expressive und komische Momente in Tanz und Musik ergänzen einander. Marschmusik für Zwerge, Walzerklänge für das Königspaar und eine Hochzeitspolka sorgen in liebevoller Ausstattung für märchenhafte Stimmung.

Mit Theater in kleiner Form für einen Schauspieler auf der Hinterbühne wartet das Mecklenburgische Landestheater Parchim am 24. Februar auf. Nils Höddinghaus spielt Goethes „Faust I - der Tragödie erster Teil“. Faust, Mephisto, Gretchen, Marthe Schwerdtlein, Wagner, Valentin, Hexe, Schüler, Lieschen, Direktor, Dichter, lustige Person, Erzengel, der Herr, Erdgeist, Chor, der Engel, Chor der Weiber, Chor der Jünger, Spaziergänger aller Art, Geister, lustige Gesellen, Hexentiere, böser Geist, Stimme von oben, ein Pudel – alles Rollen aus Goethes „Faust“, die einem großen Theater die Beschäftigung eines ganzen Schauspielensembles garantieren. Höddinghaus trägt diese Bürde allein. In einer rasanten Stunde präsentiert er des Meisters größtes Werk nach Regie und Ausstattung von Thilo Schlüßler mit Witz, Pathos und großer Nähe zum Zuschauer.

Ein niederdeutsches Schauspiel von Fritz Stavenhagen führt die Fritz-Reuter-Bühne Schwerin am 27. Februar auf: „Mudder Mews“. Stavenhagens bedeutendstes Werk von 1904 zählt zu den Klassikern der niederdeutschen Literatur, nicht selten wird es mit den naturalistischen Dramen eines Gerhard Hauptmann verglichen. Die Geschichte: Der Fischer Willem Mews lebt mit seiner Frau Elsabe, seinen Kindern und seinem Bruder Hugo auf der kleinen Elbinsel Finkenwerder. Auch wenn Hugos Hang zum Alkohol Sorgen bereitet, so ist das Leben doch friedlich und wird mit Humor und Gottvertrauen gemeistert. Das ändert sich, als Willems und Hugos Mutter einzieht. Die unterschiedlichen Lebensauffassungen von Ehefrau und Schwiegermutter prallen mit heftiger Wucht aufeinander, bis zur tragischen Eskalation.

Anders am 28. Februar, denn da heißt es ab 16 Uhr „Sei lieb zu meiner Frau“. Uta Schorn, Heidi Weigelt, Klaus Gehrke und Gert Hartmut Schreier bringen den Schwank auf die Bretter. Und der geht so: Karl bekommt im Büro unangemeldet Besuch. Oscar stellt sich vor – er ist der Ehemann der Frau, die seit geraumer Zeit heimlich ein Verhältnis mit Karl hat. Oscar macht Karl bittere Vorwürfe - aber nicht, dass er ein Wüstling und Sittenstrolch ist, der eine fremde Ehe zerstört, sondern Oscar findet, Karl habe sich zu Beginn des Seitensprungs mit seiner Frau Sabrina viel mehr Mühe gegeben als jetzt! Erstaunlich, dass das Ganze zu einem guten Ende führt…





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