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SV Einheit Güstrow : Bootshaus auf neuen Füßen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Segelsportler des SV Einheit Güstrow erneuern Pfähle ihres Vereinshauses.

Am Bootshaus, zugleich Vereinshaus der Abteilung Segeln des SV Einheit Güstrow, kehrt in diesem Winter keine wirkliche Ruhe ein. Seit November wird hier gebaut. Insgesamt werden 52 Holzpfähle und 22 Stahlrohre in den Grund des Inselsees gerammt. Das knapp zwei Dutzend Tonnen schwere Haus bekommt für die nächsten Jahre einen sicheren Stand.

„Das war dringend nötig, Flickschusterei hätte nichts mehr gebracht“, sagt Abteilungsleiter Christian Köhn. Von den erforderlichen 100  000 Euro für die neuen „Füße“ des Hauses bringt der Verein 40   Prozent aus Eigenmitteln auf. Der andere Teil sind Fördermittel aus unterschiedlichen Töpfen, unter anderem bezuschusst die Europäische Union aus dem europäischen Landwirtschaftsfonds diese Sportstätte für die Entwicklung des ländlichen Raumes.

Diese sehr speziellen Arbeiten werden von einer Spezialfirma ausgeführt. „Es ist gar nicht so einfach, eine Firma dazu zu finden“, so Christian Köhn. Der Verein ist froh, dass eine Firma aus Grimmen gleich nach dem Absegeln und Ausräumen des Bootshauses im Herbst vergangenen Jahres mit der Arbeit beginnen konnte. Allerdings verschob sich der Start noch einmal, weil der Untergrund an manchen Stellen nicht die erforderliche Tragfähigkeit aufwies. Die Statik musste neu berechnet werden. „Die Pfähle mussten als Konsequenz etwas länger und dicker werden“, sagt Peter Schüller, der als 2. Vorsitzender den Bau regelmäßig begleitet.

Die nun zwischen sieben und zehn Meter langen Pfähle werden nach und nach die alten Holzpfähle des Bootshauses ersetzen. Einige sind schon sehr viel älter, als die etwa 15 Jahre Lebensdauer, die man Holzpfählen prognostiziert. Im inneren Bereich haben sich die Verantwortlichen für Stahl entschieden. „Zum einen aus Kostengründen, aber auch wegen des geringeren Aufwandes. Zum Wechseln der Pfähle in der Mitte muss immer der Fußboden des Bootshauses aufgenommen werden“, erklärt Christian Köhn. Dies ist ein großer Aufwand für die etwa 95 Mitglieder zählende Segelabteilung des SV Einheit Güstrow. Noch größer ist die finanzielle Belastung bei solch einem Vorhaben. „Wir mussten den zweifachen Mitgliedsjahresbeitrag einfordern, um dieses Vorhaben umsetzen zu können“, berichtet Christian Köhn. Doch letztlich hätten ja alle Mitglieder etwas davon, wenn ihr Bootshaus auch in Zukunft sicher steht.

Seit fast zwei Jahren laufen die Bauplanungen des Vereins. „Wir streben an, die Bauarbeiten bis Ende Februar abzuschließen“, sagt Abteilungsleiter Christian Köhn. Er und Peter Schüller sind zuversichtlich, dass die Terminkette auch eingehalten werden kann. Noch jedenfalls spielt auch das Wetter bei dem Vorhaben gut mit.

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