Striesdorf : Böller vor Flüchtlingsunterkunft gezündet

Gestern Vormittag war an der Flüchtlingsunterkunft in Striesdorf alles ruhig.
Gestern Vormittag war an der Flüchtlingsunterkunft in Striesdorf alles ruhig.

Keine Schäden angerichtet - Polizei bittet um Mithilfe

von
24. August 2016, 21:00 Uhr

Ein Plastik-Gartenstuhl steht am Giebel. Vor dem Eingang liegt ein Kinderroller. Ein Polizeistreifenwagen fährt langsam vorbei. Alles ist ruhig gestern Vormittag vor dem Wohnblock in Striesdorf, in dem 64 Flüchtlinge und Asylbewerber untergebracht sind. Am Dienstagabend waren sie in Angst und Schrecken versetzt worden.

Gegen 19.30 Uhr fuhr ein mit vier Personen besetzter, silbergrauer Pkw an der Asylbewerberunterkunft vorbei. Die Fahrzeuginsassen, so berichtet die Polizei, riefen „Allahu Akbar“. Aus dem fahrenden Auto warfen sie zwei so genannte Polenböller in Richtung der Unterkunft. Sie landeten jenseits des Hauses. Zu dem Zeitpunkt hielten sich vor der Unterkunft mehrere Bewohner auf. Sie wurden durch die Explosion der Böller nicht verletzt, informiert die Polizei weiter. Es ist auch keinerlei Sachschaden angerichtet worden. Mit hoher Geschwindigkeit sei das Auto davon gefahren.

Der Pkw soll mit drei Männern und einer Frau im Alter von etwa 30 Jahren besetzt gewesen sein. Die Polizei ordnet den Vorfall als Straftat ein und bittet deshalb um Mithilfe. Es werden Zeugen gesucht, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise zu den Tätern geben können. Sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeirevier Bützow telefonisch unter Telefon 038461 4240, jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache der Polizei unter www.polizei.mvnet.de entgegen.

Seit dem vergangenen Jahr sind Flüchtlinge und Asylbewerber dezentral in Striesdorf untergebracht. Anfängliche Bedenken und Ängste sieht Anwohner Bodo Weiß zerstreut. Von dem Böllerangriff hatte er nichts mitbekommen. „Was soll das?“, fragt er sich und schüttelt mit dem Kopf. Bisher sei alles ruhig gewesen. Froh ist der Striesdorfer, dass sich die Christophorus-Kirchengemeinde Laage und einige Privatpersonen um Flüchtlinge kümmern.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert