Gärtnerglück : Blutblume mit über 50 Blüten

Die Blutblume zieht mit ihrer außergewöhnlichen Blütenpracht alle Blick auf sich. Horst Borchers mag aber ebenso den Hibiskus-Strauch und die Rosen im Hintergrund.
Die Blutblume zieht mit ihrer außergewöhnlichen Blütenpracht alle Blick auf sich. Horst Borchers mag aber ebenso den Hibiskus-Strauch und die Rosen im Hintergrund.

Güstrower Hobbygärtner kultiviert exotisch anmutenden Plfanze seit Jahren erfolgreich

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21. August 2015, 06:01 Uhr

„Wow“ – so kurz und knapp fällt die Reaktion aus, wenn jemand bei Borchers auf die Terrasse kommt. Der Anblick der blühenden Blutblume ist einfach umwerfend. Horst Borchers hat 50 Blüten gezählt und entdeckt immer wieder noch Knospen. „So üppig hat sie noch nie geblüht. Im vergangenen Jahr waren es 17/18 Blüten“, sagt der Hobbygärtner und ist selbst überwältigt.

Vor acht Jahren hatte er die Pflanze von Bekannten bekommen. Seither gedeiht sie prächtig. Immer wieder musste Horst Borchers einen größeren Topf wählen. Inzwischen steht die Haemanthus, die zu den Amaryllisgewächsen gehört, in einem Maurerkübel. „Sie braucht am Tag fünf Liter Wasser“, berichtet der Hobbygärtner. Regelmäßig wird auch gedüngt. Der 76-Jährige hat da seine Spezialmarke. Im September kommt der riesige Kübel mit der Blutblume ins Gewächshaus. Hat das Zwiebelgewächs die Blätter eingezogen, kommt es beim ersten Frost in eine dunkle Ecke des Kellers. Erst wenn sich im Frühjahr wieder die ersten grünen Spitzen zeigen, holt der Güstrower die Blutblume wieder ans Tageslicht.

Inzwischen hat Horst Borchers selbst schon Vermehrungsversuche unternommen. Ganz einfach sei das nicht, da die Zwiebeln sehr eng miteinander verwoben seien. Aber wenn der Ehrgeiz des langjährigen Hobbygärtners erst einmal geweckt ist…

Schon als Kind, so erzählt der 76-Jährige, habe er im elterlichen Garten gewirtschaftet. „Das war auf dem Lande so“, erklärt er knapp. Das Interesse an allem, was grünt und blüht ist geblieben. Auch weitere Topfpflanzen bringt Horst Borchers über den Winter, vermehrt über Stecklinge. Rosen mag er sehr gern und ist gerade begeistert vom Exemplar mit dem Namen „Hansestadt Rostock“. „Sehr gesund und blühfreudig“, lobt er. Ansonsten darf es in seinem Hausgarten neben dem gepflegten Rasen auch gern wild aussehen. Er spricht von einem bunten Durcheinander mit Sonnenblumen, Astern, Dahlien und, und, und. Seine Frau Ingrid Borchers (76) hat längst akzeptiert, dass der Garten das Reich ihres Mannes ist und mischt sich nicht ein, hat aber viel Freude daran. Auch einem weiteren Hobby steht sie wohlwollend gegenüber: die Geflügelzucht. Eine bunte Schar von Hühnern und Hähnen und ein noch farbenfroheres Völkchen von Exoten fühlen sich bei Borchers in der Weinbergstraße wohl. Auch wenn Horst Borchers absolut federführend ist, für Eddy, 17 Jahre, ist Ingrid Borchers die Bezugsperson Nr. 1. Nur bei ihr setzt sich der neugierige Graupapagei auf die Hand und lässt sich streicheln. 

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