Wallensteins Hoffest : Blueslegende auf Fest des Feldherrn

Abi Wallenstein (r.) mit seiner Band bestritt das Eröffnungskonzert.
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Abi Wallenstein (r.) mit seiner Band bestritt das Eröffnungskonzert.

Zwei Tage „Wallenstein Hoffest“ auf dem Franz-Parr-Platz.

svz.de von
04. September 2017, 08:00 Uhr

Wallenstein kam mit friedlichen Absichten nach Güstrow. Jedenfalls der Musiker Abi Wallenstein, der mit seiner Band den Hauptact am ersten Abend von „Wallensteins Hoffest“ bestritt. „Ein Gag sollte die Verpflichtung der lebenden Blueslegende Abi Wallenstein nicht sein. Vielmehr hat uns jemand vom hiesigen Jazzklub den Musiker empfohlen und wir haben ihn ins Programm genommen“, beteuert Markus Rokvic, der gemeinsam mit Leopold Höglinger das Hoffest auf dem Franz-Parr-Platz schon in vierter Auflage organisierte und für den kulturellen Part verantwortlich zeichnete.

extremkünstlerExtremkünstler und Fakir Ingsen van Knudsen überzeugt das Publikum, dass die Schlangen echt sind. Fotos: Christian menzel (3) Extremkünstler und Fakir Ingsen van Knudsen überzeugt das Publikum, dass die Schlangen echt sind. Fotos: Christian menzel (3) true 

An zwei Tagen brannten Musiker, Artisten, Puppenspieler, Stelzenläufer und Feen ein Feuerwerk der Kleinkunst in Sichtweite des Schlosses, in dem der Feldherr Albrecht von Wallenstein im Dreißigjährigen Krieg für kurze Zeit residiert hatte, ab. Örtliche Gastronomen sorgten für den kulinarischen Teil und trugen mit dazu bei, dass das Fest als würdiger Nachfolger des „Sommertraums am alten Schloss“ gilt. Bekanntlich ist damit ja nach der umfangreichen Sanierung des Renaissancegartens leider Schluss gewesen.

Wenn die Besucherzahlen beim Hoffest auch nicht die des ursprünglichen Güstrower „Sommertraums“ erreicht haben dürften, so zeigten sich die Veranstalter doch zufrieden mit der Resonanz. Besonders die beiden Abende seien gut angenommen worden, und sogar das Wetter passte, was ja in diesem Sommer alles andere als selbstverständlich ist. Mit etwas Sorge blickte Markus Rokvic dagegen am Samstagnachmittag auf den sich nur zögerlich füllenden Festplatz. So fand das Duo „Two of us“ bei seinem Auftritt größtenteils unbesetzte Stühle vor. „Das ist schade für die beiden exzellenten Musiker Veronika Vogel und Walter Gauchel, die ein größeres Publikum verdient hätten“, konstatierte Rokvic, der eine unsichere Wetterlage oder die für Sonnabend angesetzte Einschulung nicht als Ausrede für die anfängliche Besucherabstinenz gelten lassen wollte. Bei der Verpflichtung der Künstler achte er genau darauf, dass sie zum Charakter des Festes passen, versicherte er. Und obwohl er als Eventmanager über zahlreiche Kontakte verfüge, gebe es durchaus auch Entdeckungen. So wie die Weltmeisterin im Body- und Facepainting Claudia Kraemer, die er bei einem Auftritt in ihrer Heimatstadt Rostock erlebt und spontan für das Hoffest verpflichtet habe.

heidi jantschik spielte saxophon - dazu tanzte das model der amtierenden weltmeisterin im bodypainting1Saxophonistin Heidi Jantschik und Body-Painting-Model Ines Waligora brachten das Publikum in Stimmung. Saxophonistin Heidi Jantschik und Body-Painting-Model Ines Waligora brachten das Publikum in Stimmung. true 

Auch Leopold Höglinger zog nach dem Auftritt von „Dauergast“ Andreas Pasternack eine positive Bilanz. Natürlich werde es im nächsten Jahr das fünfte „Wallenstein Hoffest“ geben, beteuern Höglinger und Rokvic unisono. Der Termin stehe mit dem 31. August und dem 1. September bereits fest.

Am 12. November übrigens wird Abi Wallenstein wieder nach Güstrow kommen. Natürlich ganz in friedlicher Absicht.


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