Blitzschlag entflammt Dachstuhl

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04. Juli 2013, 07:26 Uhr

lübsee | Erheblicher Schaden, aber sicher nicht irreparabel - so schätzt Carsten Bast die Auswirkung eines Feuers in der Lübseer Kirche ein. Der Lalendorfer Wehrführer hatte am Mittwochabend bei der Alarmierung um 18.06 Uhr nach einem Blitzeinschlag in der Kirchturmspitze rund 60 Kameraden an den Unglücksort beordert. Unterstützt von den Teterower, Langhäger und Kuchelmisser Wehren waren die drei Feuerwehren der Gemeinde aus Gremmelin, Niegleve/Wattmannshagen und Lalendorf schnell vor Ort und konnten das Feuer rasch eindämmen. Zusätzlich wurden die Drehleitern aus Güstrow und Laage angefordert, um den gut 25 Meter hohen Turm löschen zu können.

"Die Wasserversorgung hat gut geklappt", resümierte Carsten Bast gestern. Bloß seine Kameraden hatte der Einsatzleiter nicht in das Innere des spätgotischen Bauwerks schicken wollen. "In der hölzernen Konstruktion des Dachstuhls geht es sehr eng zu. Es gibt da nur einen Rückzugsweg über Holzleitern - da wäre die Gefährdung der Leute zu groß gewesen. So war nur ein Außenangriff möglich", erklärt der Wehrleiter. Der konzertierte, von allen Seiten geführte Löschangriff auf den mit Schieferschindeln gedeckten Turm war aber offensichtlich sehr effektiv. Bast: "Wir konnten den Brandherd auf den oberen Teil des Turms begrenzen und hatten nach einer Stunde alles unter Kontrolle." Sogar die Glocke hänge noch an ihrem angestammten Ort, berichtet Bast, das Hallenschiff mit dem Altarraum sei nicht in Mitleidenschaft gezogen worden. Auch blieben alle Einsatzkräfte unversehrt. Gegen 21.30 Uhr konnten die Einsatzkräfte wieder abrücken; kurz nach 22 Uhr hatten alle wieder ihre Bereitschaft hergestellt.

Die Kirche in Lübsee, ein spätgotischer Feldsteinbau, geht auf das 15. Jahrhundert zurück. Bedeutend sind Reste des 500 Jahre alten Altaraufsatzes. Der Turm mit seinem Backsteinschaft kam im 19. Jahrhundert hinzu. Erst Mitte der 1990er-Jahre war das Gotteshaus saniert worden.

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