Blinden- und Sehbehindertenverein : Blinde wünschen sich flächendeckende Beratung

Landrat Sebastian Constien (M.) im Gespräch mit Rolf-Dieter Küster und Anne-Liese Reuschell.
Landrat Sebastian Constien (M.) im Gespräch mit Rolf-Dieter Küster und Anne-Liese Reuschell.

Blinden- und Sehbehindertenverein Güstrow bittet Landrat Sebastian Constien um Unterstützung

svz.de von
06. März 2014, 06:00 Uhr

Die Mitglieder des Blinden- und Sehbehindertenvereins Güstrow wünschen sich ein flächendeckendes Beratersystem im Landkreis Rostock. Beispielgebend dafür ist das Modell in der Mecklenburger Seenplatte. „Dort wurde von unserem Landesverband eine Sozialarbeiterin eingestellt, die Aktionen koordiniert und die Stellen abdeckt, wo keine Vereinsmitglieder aktiv sind“, erklärt der Vereinsvorsitzende Rolf-Dieter Küster.

Auch um diesen Wunsch weiterzutragen, hatte der Blinden- und Sehbehindertenverein Güstrow in dieser Woche Landrat Sebastian Constien zu seiner monatlichen Informationsveranstaltung eingeladen. Rolf-Dieter Küster hatte sich einige Fragen notiert und wollte dem neu gewählten Landrat die Möglichkeit geben, sich vorzustellen. Constien nahm die Einladung gern an. „Es ist mir wichtig, auch für Vereine ein Ansprechpartner des Landkreises zu sein“, sagte er. Gleichzeitig wolle er die Anliegen des Vereines mitnehmen. Da hatten die Mitglieder gleich einige zu nennen. Mit der Neuwahl des Kreistages im Mai wünschen sie sich einen Behindertenbeauftragten. Außerdem haben sie bereits Pläne, im Landkreis ein flächendeckendes Beratersystem für Blinde- und Sehbehinderte zu installieren. „Können Sie uns dabei unterstützen?“, fragte Rolf-Dieter Küster den Landrat. Es gebe nämlich einige weiße Flecken, wo es kein Beratungsangebot vom Verein gebe. „Zum Beispiel in Gnoien und im Norden des Landkreises“, erklärte der Vorsitzende. Auch in Bützow werde es immer schwieriger, weil dort kaum noch Mitglieder des Verbandes wohnen würden.

Landrat Constien hatte dafür kein Patentrezept in der Tasche. Grundsätzlich müssten vom Landkreis auch für Blinde und Sehbehinderte Beratungsangebote sichergestellt und ein barrierefreier Zugang zu allen Antragsformularen gewährleistet werden. „Dafür haben wir noch ein Stück Arbeit vor uns“, weiß der erst vor wenigen Monaten gewählte Landrat. Gern wolle er mit den Vereinen vor Ort kooperieren und sich in solchen Punkten mit ihnen zusammen setzen und ihre Meinung hören. „Dann können wir, wenn nötig, Verbesserungsmöglichkeiten gemeinsam heraus arbeiten“, so Sebastian Constien.



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