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Güstrower Anzeiger

24. November 2017 | 12:32 Uhr

Ausstellung : Blicke unter die Oberfläche

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Neue Ausstellung im Lung dokumentiert Bau der großen Erdgastrassen durch MV

Großes Interesse im Mitarbeiterkreis findet die neue Ausstellung im Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (Lung). Doch die Exposition im Haus 3 an der Goldberger Straße in Güstrow dürfte bei vielen auf Interesse stoßen. Zu sehen sind bis Ende November Fotos, die den Bau der großen Erdgasleitungen quer durch Mecklenburg-Vorpommern dokumentieren.

Im Blick hatten die Geologen dabei in erster Linie naturgemäß ihre eigene Arbeit, aber ebenso haben sie die Grabungen der Archäologen festgehalten und natürlich viel Technik. „So sind tausende Fotos entstanden“, sagt Dr. Andreas Börner, der am häufigsten auf den Auslöser drückte. „Weil sie der wissenschaftlichen Arbeit dienen, gibt es also keine künstlerischen Ansprüche an die Bilder oder an die Ausstellung“, erklärt der Geologe. Rund ein Dutzend Kollegen hatte dienstlich immer wieder die Kamera in der Hand, dokumentierte die umfangreichen Geländebefunde zur jüngeren erdgeschichtlichen Entwicklung. Der Fachmann für Lagerstätten- und Oberflächengeologie konzipierte daraus diese Ausstellung.

Herausgekommen ist ein interessanter, gut drei Meter tiefer Einblick in den Boden unseres Landes in Schnitten von Nord (Greifswald) nach Süd (Anklam) sowie in der Nordost-Südwest-Linie. Insgesamt 345 Kilometer führen die beiden Trassen von Norddeutscher Erdgasleitung (NEL) und Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung (OPAL) durch Mecklenburg-Vorpommern. Dabei hinterließen sie auch in der Region Güstrow Spuren. Die bis zu vier Meter tiefen Gräben für die landseitig europaweit stärksten Rohre boten eine einzigartige Möglichkeit, neues Wissen um die Bodenstruktur und ihre Geschichte zu erfahren.

In einem kleinen begleitenden Katalog haben Börner und Kollegen die geologischen Phänomene erläutert, die ihnen bei ihrer Arbeit begegneten. Die Auswertung der Dokumentationen erfolgt durch das Lung in Zusammenarbeit mit Universitäten und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen im In- und Ausland. Sie wird Jahre dauern und laufend die geologischen Kartenwerke des Landes aktualisieren.

Öffnungszeiten: montags bis donnerstags 9 bis 15.30 Uhr, freitags 9 bis 12 Uhr

 

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