Güstrow : Blick in die „Schatzkammer“

Das Depot erkundeten die SVZ-Leser gemeinsam mit der wissenschaftlichen Mitarbeitern Franziska Hell (3.v.r.). Fotos: Sieglinde Seidel
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Das Depot erkundeten die SVZ-Leser gemeinsam mit der wissenschaftlichen Mitarbeitern Franziska Hell (3.v.r.). Fotos: Sieglinde Seidel

SVZ-Sommertour führte ins Depot der Ernst-Barlach-Stiftung.

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20. Juli 2019, 05:00 Uhr

Spannung und Vorfreude im Ausstellungsforum der Ernst-Barlach-Stiftung zum Start der dritten SVZ-Sommertour. „Das ist ein tolles Angebot, mal das Depot hier kennen lernen zu können“, sagt Inge Randow, die sich riesig darauf freute.

Magdalena Schulz-Ohm, Geschäftsführerin der Barlachstiftung, führte die SVZ-Leser durch die aktuelle Ausstellung. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Franziska Hell stellte Detail im Depot vor. Porträts, die Ernst Barlach einst darstellten, historische Werkzeuge, aber auch Plastiken des Bildhauers und Künstlers – die Palette der zu besichtigenden Stücke war groß und vielfältig. Einen Druckstock eines Holzschnittes gab es ebenso zu sehen, wie einen Brief, den Barlach an die Opitz-Buchhandlung geschrieben hat oder auch Barlachs Pass von 1937. Aber auch die älteste Zeichnung Barlachs, aus seiner Dresdner Zeit, hatte Franziska Hell heraus gesucht und präsentierte sie den Besuchern, für die es schon etwas sehr Besonderes war, einen Blick in die „Schatzkammer“ der Barlach-Stiftung zu werfen.

Bei Anke Kruse war es die Oma, die bereits Zeichenunterricht bei Barlach bekommen hat und so ein Interesse auch bei ihr weckte. Astrid Neckel arbeitet im Dom, unter anderem als Küstervertretung. „Von daher habe ich viel mit Barlach zu tun und weil viel nachgefragt wird, bin ich selbst interessiert daran mehr über ihn zu wissen“, sagt sie. Die 46-Jährige freute sich, dass sie noch kurzfristig dabei sein konnte, obwohl sie die offizielle Anmeldezeit verpasst hatte.

In dem 1998 gebauten Ausstellungsforum der Ernmst-Barlach-Stiftung lagern etwa 330 plastische Arbeiten, 1130 Zeichnungen, 100 Taschenbücher und 400 graphische Arbeiten. Alles konnten die Besucher zwar nicht sehen, aber sie erhielten auf jeden Fall schon einen guten Einblick in den Bestand.

„Es ist natürlich schön, die Leute mit unentdeckten Sachen von Barlach bekannt machen zu können“, sagt Magdalena Schulz-Ohm. Sie will damit zeigen, dass es sich lohnt, Barlach auch ein viertes oder fünftes Mal zu besuchen. Immer wieder gebe es etwas Neues zu entdecken. Die Teilnehmer der SVZ-Sommertour waren jedenfalls einhellig der Meinung: Das war sehr interessant und ganz toll.

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